53 Mädchen und Jungen sind beim Sommercamp der LippeBaskets mit großem Eifer dabei

Tipps und Tricks vom Olympia-Korbjäger

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Zweinullzwei-Riese Arnd Neuhaus musste schon mal in die Knie gehen, um mit den jungen Teilnehmern des Camps über das Basketball-Einmaleins zu sprechen.

WERNE -  Das Neujahrscamp 2014, da noch unter dem Dach des TV Werne, war ein voller Premieren-Erfolg. Keine Frage also, dass die nun völlig eigenständigen Werner Korbjäger auch ein Sommercamp im Angebot haben – erstmals als LippeBaskets.

Seit gestern sind 53 Mädchen und Jungen, fünf bis 14 Jahre alt, im Lindert dabei: Für die Jüngeren steht an den letzten Ferientagen der Spaß am Spiel im Vordergrund, für die Älteren dient das Camp – ebenso für die vereinseigenen Jugendtrainer wie Stefan Pavleski oder Sebastian Voigt – bereits der Vorbereitung auf die Saison, die im September beginnt. Und immerhin gut 20 Prozent der Teilnehmer wollen einfach mal hineinschnuppern, spielen sonst Klavier, Tennis oder Fußball. Das Camp ist bewusst offen gehalten für alle.

Entsprechend sind die Alters- und Leistungsgruppen eingeteilt – von spielerisch leicht bis ambitioniert. Neben den üblichen Trainingseinheiten, einem Camp-Shirt und Vollverpflegung bieten die LippeBaskets in Verbindung mit dem Förderverein auch ein interessantes Rahmenprogramm für die Teilnehmer und deren Eltern an.

Gestern zum Beispiel gab’s Tipps und Tricks von Arnd Neuhaus. Der Bruder von Uli Neuhaus, Sportkoordinator der LippeBaskets, hatte viel zu erzählen und leitete auch eine Übungseinheit: Schließlich spielte der 46-Jährige elf Jahre in der Bundesliga für Leverkusen und Hagen und absolvierte 66 Länderspiele für Deutschland – unter anderem bei den Olympischen Spielen 1992 gegen das Dream-Team der USA mit Charles Barkley, Karl „The Mailman“ Malone oder Magic Johnson. Ein gemeinsames Grillen mit den Eltern rundete den Tag ab. Heute endet das Camp mit einem Schautraining, zu dem ab 13.30 Uhr alle Eltern und Interessierten eingeladen sind.

Uli Neuhaus, dessen Kinder Julian und Adrian ebenfalls mit von der Partie sind, ist zufrieden mit der Resonanz. „Ich hätte mir allerdings gewünscht, ein paar mehr rosa Camp-Shirts zu sehen“, sagt er, denn die Mädchen waren unter den vielen blau gekleideten Jungs deutlich in der Minderzahl. Ein Verhältnis, wie es auch im Nachwuchsbereich der LippeBaskets zu sehen ist. Gerade bei den Mädchen sei unterhalb der U19-Juniorinnen, die für die LippeBaskets immerhin in der NRW-Liga antreten werden, die Spielerinnen-Decke recht dünn.

Ein generelles Nachwuchsproblem gebe es deshalb aber nicht, sagt Uli Neuhaus. Schließlich sei man in allen Altersklassen vertreten. Und bei den Jüngsten sei der Zulauf sehr groß: „Wir haben zum Beispiel zwei U10-Mannschaften, das ist nicht nur hier im Kreis schon außergewöhnlich.“ - gu

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