Henke: „LippeBaskets ist ein Ausbildungsverein“

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Nur Grund zum Jubeln hatte Christoph Henke, Trainer der LippeBaskets, bisher mit seinem Team. Vier Spiele, vier Siege stehen kurz vor dem Ende der Herbstpause auf der Habenseite.

Werne - Es läuft gut für die LippeBaskets in der Oberliga-Saison. Vier Siege aus vier Spielen lautet die Bilanz. Trainer Christoph Henke ordnet die Ergebnisse ein, wagt einen Ausblick im Gespräch mit WA-Mitarbeiter André Wagern und erklärt, wie er die vielen Talente fordern und formen will.

Wie groß ist die Freude über den guten Saisonstart?

Henke: Wir wollten von den ersten vier Spielen drei gewinnen, nun haben wir die volle Punktzahl. Aber die beste Nachricht ist, dass wir noch nicht am Limit sind.

In welchem Bereich gibt es den größten Steigerungsbedarf?

Henke: In der Offensive sind wir noch nicht bei 100 Prozent. Wir haben das Potenzial, immer 85 oder mehr Punkte zu scoren. Gegen Gerthe haben wir das erste Mal die 80-Punkte-Marke geknackt. Die Wurfquote gilt es noch zu verbessern sowie geduldiger zu spielen.

In der Vorbereitung wurde viel Wert auf die Fitness und Individualtraining gelegt. Hat sich das schon ausgezahlt?

Henke: Die Mannschaft ist sehr jung. Da kommt ihr der starke Fitness-Fokus sehr zugute. Während der Pause haben wir aus den Meisterschaftsspielen viele Aufgaben für das Individualtraining abgeleitet. Ob sich das auszahlt, werden wir dann sehen. Die Spannungskurve vor dem nächsten Spiel am 24. Oktober in Iserlohn bauen wir nun wieder auf.

Die Talentdichte ist enorm. Wie packt man diese hochveranlagten Spieler an?

Henke: Mit Kai Küper, der ja in der WBV-Auswahl so überzeugen konnte, haben wir zusammengesessen. Neben seinen drei Team-Einheiten kann er auch sonst jeden Tag in die Halle. Das sind schon ideale Voraussetzungen, die wir ihm bieten. Wir achten aber darauf, wie viel Belastung im Zusammenspiel mit der Schule geht. Ich denke, wir haben da ein gutes Trainingsmodell für ihn erstellt.

Wird es schwierig, die großen Talente auf Dauer in Werne zu halten?

Henke: Zunächst einmal ist wichtig, die Jungs auch weiter zu entwickeln. Und: Wir sind ein Ausbildungsverein. Es ist kein Problem, wenn ein Spieler mal wechselt. Wir haben ja einen guten Kontakt nach Münster. So ist der Junge auch nicht ganz aus der Welt.

Auf die Dauer ist der Aufstieg aber Pflicht?

Henke: Das stimmt. Es wäre noch ein Argument, seine Karriere in Werne zu planen. Was das Leistungsvermögen betrifft, wollen wir ja auch in spätestens zwei Jahren eine Liga hoch. Es ist bemerkenswert, dass in den Jahrgängen 2001 und 2005 viele Talente schlummern. Auch bei den 2003ern gibt es Spieler mit viel Potenzial. Damit ist die Basis gelegt, auch in den nächsten Jahren die 1. Herrenmannschaft aus den eigenen Reihen zu bestücken.

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