Volles Haus auf der Anlage der Familie Gripshöver

Auftakt nach Maß für die 37. Lenklarer Reitertage

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Wibke Wilms (links) und Saskia Pautzke bei der Ehrenrunde nach ihren Siegen in L-Springen.

Werne - Tolles Frühlingswetter, hervorragender Sport und mehrere tausend Besucher auf der Anlage der Familie Gripshöver: Der Start in die 37. Lenklarer Reitertage (bis 17. April) mit dem ländlich geprägten Wochenende ließ nicht nur die Organisatoren strahlen.

Allerdings hatten sie auch eine durchaus schwierige Nagelprobe zu überstehen. Dann am frühen Sonntag erlitt ein Offizieller während der laufenden Springprüfung einen Schlaganfall auf dem Richterwagen. 

Weil der Turnierarzt schon nach wenigen Sekunden zur Stelle war und Erste Hilfe leistete, scheint alles noch einmal glimpflich verlaufen zu sein. Zumindest gab es am Sonntagnachmittag vorsichtige Entwarnung.

So gingen auch die ersten Springen der Klasse M* zwar mit Zeitverzug, aber mit tollen sportlichen Leistungen übr die Bühne.

Lenklar 2017 - das erste Wochenende

Die erste Prüfung dieser Kategorie gewann Kathrin Wacker. Die Siegerin der Auftaktprüfung vom Freitag verwies im Stilwettbewerb mit Viola und der Note 9,0 die Team-Europameisterin in der Pony-Vielseitigkeit, Johanna Schulze Thier aus Herbern, auf die Plätze zwei und drei. Schulze Thier holte sich anschließend den Sieg in einer Prüfung auf Fehler und Zeit mit der 13-jährigen Westfalenstute Cormint.

Derweil nähert sich auch der frühere Nationenpreisreiter Lutz Gripshöver früheren Höhen an. Der 45-Jährige holte bei seinem Comeback auf der Turnierbühne die dritte Goldene Schleife – dieses Mal im M*-Springen mit seinem inzwischen 11-jährigen Top-Vererber Balous Bellini. 

„Es ist schön, mal wieder ganz vorne zu stehen“, meinte der Mann, der einst Weltcupspringen gewann. Sehr gut habe sich das angefühlt, meinte Gripshöver, auch wenn er sich in Sachen Distanz- und Tempogefühl „erst noch mehr reinarbeiten muss – auch wenn man es so richtig nicht verlernt.“

Hoffnungsvoll war auch der Auftritt mit Quidam, der sonst von Oliver Schaal vorgestellt wurde. Mit ihm war er als Siebter platziert: „Ich hab aber nur eine ganz lockere Runde gedreht, schließlich will ich mit ihm S-Springen reiten.“ Der große Braune sei genau sein Typ: „Das ist mein Pferd“, meinte Gripshöver.

Einen kann auch Quidam nicht toppen: Balounito, 5-jähriger gekörter Sohn von Balous Bellini. „Das ist ‘ne Rakete“, sagt Gripshöver – und will es heute wieder demonstrieren, wenn ab 10 Uhr ausschließlich junge Pferde auf dem Prüfstand stehen. Mit Toni und Felix Haßmann oder Markus Renzel sind auch die ersten prominentern Reiter am Start.

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