Eintracht Werne wechselt in den Kreis Unna/Hamm

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Das Duell SC Capelle gegen Eintracht Werne, hier eine Szene aus dem Spiel der Reserve-Teams, wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben

WERNE - Die Würfel sind gefallen: Eintracht Werne wird sich ab der kommenden Saison dem Fußballkreis Unna/Hamm anschließen. Das beschlossen die elf stimmberechtigten Vorstandsmitglieder in ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Die Argumente der geografischen Lage überzeugten mehr als möglicherweise die Attraktivität der Jugendligen im Kreis Münster.

Der zweite Vorsitzende, Theo Plohmann, hatte schon im Vorfeld die klare Tendenz zum Nachbarkreis Unna/Hamm bekräftigt. „Die Entfernung zum Kreis Münster ist für uns einfach zu groß“, stellte er klar. Die Fahrten, die besonders die Eltern und Trainer im Jugendbereich auf sich nehmen müssten, würden das Machbare für die Eintracht übersteigen. Die Jugend sei leistungsmäßig nicht so aufgestellt, dass sich Fahrten bis Münster lohnen würden. „Das würde zu teuer werden“, stellt Plohmann klar.

Dennoch lief die Abstimmung demokratisch, jeder durfte seine Argumente und Bedenken vor der Abstimmung vortragen. Pro und Kontra sollten nochmal klar abgewogen werden. Auch wurde nochmal deutlich, dass die Verantwortlichen die Entscheidung des Werner SC zugunsten des Fußballkreises Münster bedauern. „Das ist schade“, sagte Plohmann, verwies aber gleichzeitig auf ebenso attraktive Derbys gegen den SuS Rünthe, SVF Herringen oder SVA Bockum-Hövel.

Damit steht bei den Werner Vereinen nun nur noch die Entscheidung des SV Stockum aus. Die bekundeten bei dem zwanglosen Informationstreffen einiger Vereine beim SV Herbern am Montag ihr Interesse für den Fußballkreis Münster, wobei aber auch der Kreis Unna/Hamm immer noch eine Rolle in den Überlegungen spielt. Eine endgültige Entscheidung fällt im Laufe der kommenden Woche.

Bei dem Treffen am Montag wurde nochmals deutlich, dass aus der Gemeinde Ascheberg neben dem SV Herbern und dem TuS Ascheberg nun auch Davaria Davensberg endgültig in den Kreis Münster wechseln will, die Anträge werden laut Vorsitzenden Norbert Homm vorbereitet.

Klar ist nun auch, dass der SC Capelle und der SV Südkirchen in den Fußballkreis Münster wechseln wollen. Das bestätigten beide Vereine auf Anfrage einer Nordkirchener Zeitung.

Damit sind es nun insgesamt acht Vereine, die in den Kreis Münster wechseln oder wechseln wollen. Neben den drei Vereinen aus der Gemeinde Ascheberg und den zweien aus der Gemeinde Nordkirchen sind das der Werner SC, BW Ottmarsbocholt und der VfL Senden, dessen Antrag der Verband bereits grünes Licht gegeben hat.

Auch in Lüdinghausen und Nordkirchen wird intensiv über den Kreiswechsel diskutiert. Bei den beiden Vereinen Union Lüdinghausen und FC Nordkirchen steht und fällt die Entscheidung offenbar gemeinsam mit den Leichtathleten der beiden Vereine.

So wollen die Leichtathleten jeweils lieber in den Kreis Ahaus/Coesfeld, die Fußballer tendieren Richtung Münster. Beim FC Nordkirchen wird dadurch jetzt sogar eine Ausgliederung der Leichtathleten als „Verein im Verein“ angedacht, um den Interessenskonflikt zu lösen. Union Lüdinghausen prüft diese Möglichkeit ebenfalls.

Sollte dieser Weg aber nicht möglich sein, wollen zumindest die Fußballer von Union Lüdinghausen ihren Leichtathleten in den Kreis Ahaus/Coesfeld folgen. - lel

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