Auflagen gefährden die Barbara-Runde – Nerven bei Anwohnern liegen blank

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Andre Arendsee (Mitte) aus dem Organisationsteam des SuS Oberaden für die Barbara-Runde (hier bei der Siegerehrung) fürchtet um den Fortbestand der Traditionsveranstaltung.

Bergkamen -  „Danke an alle, dass ihr uns die Treue gehalten habt“, sagte Cheforganisator André Arendsee kurz vor dem Start des letzten Rennens der Barbararunde über zehn Kilometer. Aus allen Gegenden waren die Teilnehmer angereist.

Dabei stand die Veranstaltung auf der Kippe und ist auch zukünftig gefährdet. Grund sei eine Anordnung der Kreispolizeibehörde, nicht mehr als einen Wagen abzustellen, erkläre André Arendsee.

Mehrkosten für den SuS im vierstelligen Bereich

So könnten die Straßen nicht mehr temporär gesperrt werden, sondern müssten vom Verein für die ganze Dauer des Wettbewerbs dicht gemacht werden.

Über 60 Sperren wurden aufgrund der Auflagen der Ordnungsbehörde zum Schutz der Läufer im Ortskern Oberaden aufgebaut und stießen, trotz Informationen über verschiedenste Medien und Flugblätter, oft auf Unverständnis der Autofahrer.

„Nicht nur, dass wir uns dadurch nicht gerade beliebt bei den Anwohnern machen. Nein, auch Mehrkosten von einem niedrigen vierstelligen Betrag mussten wir stemmen. Wenn wir mit unseren Planungen nicht schon soweit gewesen wären, hätten wir abgesagt.“ Dazu kam es dank der Unterstützung von Sponsoren und der Stadt Bergkamen aber nicht.

Barbaralauf des SUS Oberaden

Ob es aber im nächsten Jahr eine 34. Auflage der Traditionsveranstaltung gibt, ist derzeit mehr als unsicher. „Wir wünschen uns, dass die Polizei ihren Rückzug wieder rückgängig macht“, sagt Arendsee.

Beim der Barbararunde am Samstag lagen durch die Straßensperrungen im Bereich der Jahnstraße entsprechend die Nerven einiger Autofahrer blank, da das Gebiet rund um den Römerberg zeitweise nicht mit dem PKW erreicht werden konnte.

Gegen 15 Uhr wurde ein Einsatzfahrzeug des DRK Bergkamen, welches sich auf einer Einsatzfahrt im Rahmen des Sanitätsdienstes befand, trotz des eingeschaltetem Blaulichts mutwillig durch einen weißen Ford Pickup blockiert.

Dessen Fahrer versperrte mit seinem Wagen den Weg des Einsatzfahrzeuges. Er begründete dies damit, dass das DRK nicht weiterfahren dürfe, wenn auch er dies nicht dürfe. Eine entsprechende Anzeige wegen Nötigung wurde bereits bei der Polizei erstattet.

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