7. April 2013: Als der Trainernovize Kurtulus Öztürk an seinem Geburtstag anfing, den Werner SC zu retten 

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Kurtulus Öztürk (rechts)

Vor genau sieben Jahren stand Kurtulus Öztürk erstmals an der Seitenlinie als Trainer – das war an 7. April 2013 an seinem 33. Geburtstag. Am Dienstag feiert der Co-Trainer des Drittligisten Eintracht Braunschweig nun seinen 40. Geburtstag. Es ist der Beginn einer Erfolgsgeschichte für ihn und seinen Ex-Verein...

Werne – Am 4. April 2013 entließ Thomas Overmann Andreas Zinke als Trainer des damals akut abstiegsgefährdeten Bezirksligisten Werner SC. Overmann kontaktierte den Ex-Profi Öztürk, den er in der E-Jugend des WSC-Vorgängervereins SSV selber trainiert hatte, in dessen Türkei-Urlaub. „Wir wollten richtig was verändern. Ich habe ihm gesagt, besprich das mit deiner Frau“, erinnert sich der WSC-Fußballchef. 

Dann gab Öztürk die Zusage, er kehrte in der Freitagnacht aus der Türkei aus dem Urlaub zurück und trainierte am Samstagvormittag das erste Mal mit dem Team. Am Sonntag stand er in Ascheberg beim Auswärtsspiel erstmals als Cheftrainer an der Seitenlinie. Es war gleich ein denkwürdiges Spiel.

Befreiungsschlag in der Nachspielzeit

 Der der TuS, trainiert von einem gewissen Holger Möllers, glich in der 95. Minute gegen den auf den ersten von vier Abstiegsplätzen in der 18 Teams zählenden Bezirksliga 8 zum 1:1 aus. Ascheberg hatte danach noch die Siegchance, rückte auf und kassierte in der neunten Minute der Nachspielzeit das 1:2 in Überzahl nach Joel Simons Platzverweis durch Marc Schwerbrocks Alleingang nach einem Schöpper-Befreiungsschlag. 

WSC-Vorsitzender Thomas Overmann (rechts), hier mit Michael Laschitza und SVH-Chef Jürgen Steffen.

„Wichtiger als die Aufstellung war die Einstellung“, sagte Öztürk nach der Partie. Auch in den folgenden elf Spielen bis zum Saisonende blieb der Sport Club unter dem Trainer-Novizen ungeschlagen – und erreichte das rettende Ufer. „Das hätte auch schief gehen können. Aber ich war mir eigentlich sicher, dass ‘Kutte’ mit seiner Erfahrung als Profi das hinbekommt. Und ab da ging es mit dem Verein aufwärts“, sagt Overmann. 

Eine Erfolgsgeschichte - der Aufstieg folgt

Denn vier Jahre später nach der Saison 2016/17 schaffte der WSC unter Öztürk den Landesliga-Aufstieg. Danach verließ Öztürk den Verein als Trainer, weil er die Chance hatte, Co-Trainer beim Regionalligisten Viktoria Köln unter Marco Antwerpen zu werden. Von dort ging es weiter im Dezember 2017 für das Trainerduo zum Drittligisten Preußen Münster, wo im Sommer 2019 Schluss war. 

Nun trainiert Öztürk seit Ende Februar 2020 erneut an der Seite von Antwerpen – jetzt beim Drittligisten Eintracht Braunschweig (er ist allerdings derzeit wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit). Öztürk unterstützt den WSC zudem noch immer als externer Berater bei Spielerverpflichtungen. Und unterdessen hat sich der WSC in der Landesliga im dritten Jahr unter Lars Müller etabliert.

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