"Wahnsinn" - Riesiger Ansturm auf die Startplätze für die Lenklarer Reitertage

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Im Vorjahr siegte Marco Kutscherim Großen Preis. 

Werne – Was ist nur dran an diesem Reit- und Springturnier? Auf die Startplätze für die 40. Lenklarer Reitertage (8 bis 19. April) hat es einen regelrechten Ansturm gegeben

Binnen weniger Stunden nach Öffnung des Online-Nennungsportals NeOn waren 3 500 freigegebene Startplätze quasi über Nacht fast komplett belegt – hier von einem „Run“ zu sprechen, ist fast schon untertrieben. 

„Das ist Wahnsinn“, sagt auch Gastgeber Lutz Gripshöver. Dabei läuft die offizielle Nennungsfrist noch bis zum 17. März. 

Die Reiterinnen und Reiter nicht nur aus der Region müssen sich den Wecker gestellt haben, um die Startglocke nicht zu verpassen. Es ist eine unerwartet heftige Reaktion auf die Startplatzbegrenzungen, die von den Organisatoren mit Weitsicht wegen des zu erwartenden Andrangs für viele Prüfungen erneut eingerichtet worden sind – dies allerdings in Regionen, die anderen Turnierveranstaltern den Schweiß auf die Stirn treiben würde.

 Je nach Prüfung sind bis zu 160 Starter zugelassen. Ohne diese Begrenzungen wäre es wohl kaum mehr möglich gewesen, den Andrang in irgendeiner Form zu bewältigen. „Ich beobachte das jetzt nicht so, ob das bei anderen Turnieren auch so schnell geht, aber das bei uns ist schon sehr extrem“, meinte Lutz Gripshöver am Rande einer Hengst-Leistungsschau in Handorf. 

Die Prüfungen in den Klassen A bis M sind bereits komplett ausgebucht. Ausnahmen sind drei Wettbewerbe ohne Startplatzbegrenzung: Ein Springen der Klasse M*, das der Sichtung in der U14-Klasse für den Preis der Besten dient, die A**-Dressur für Mannschaften sowie ein A-Springen im Rahmen des sogenannten Kids-Cup. 

„Auch das M/A- und das S-Springen am Ostermontag sind wohl schon voll“, sagt Lutz Gripshöver, und: „Selbst Leute aus unserem Stall haben da schon keine Startplätze mehr bekommen.“ 

Die gut 3 500 Nennungen, die bisher eingegangen sind, bedeuten aber noch nicht das Ende, denn die komplette Youngstertour, also die Springpferdeprüfungen für den 4- bis 7-jährigen Nachwuchs in den Klassen A bis M, sind von einer Startplatzbegrenzung ausgenommen.

 Gleiches gilt für den mit 40 000 Euro dotierten Großen Preis als S****-Springen mit Stechen am Schlusstag und für das Championat von Lenklar, das als Dreisterne-Springen der schweren Klasse der Höhepunkt des vorletzen Tages sein wird.

 Auch Prüfungen nach WBO und die Führzügelklasse mit Kostümwertung fallen nicht unter die Begrenzung. So dürften am Ende wieder weit mehr als 4 000 Startplätze zu Protokoll stehen – trotz aller Handicaps.

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