Beim Landesligisten Werner SC

4-4-2 als Wohlfühl-System

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Marcel Niewalda ein derzeit nimmermüder Außenbahnspieler.

Werne – Wohl dem, der rechnen kann... Elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze gaben wir dem Werner SC nach dem 2:0-Sieg beim SV Dorsten-Hardt mit in das Restprogramm der Fußball-Landesliga (4), doch sind es – Blick auf die Tabelle – tatsächlich „nur“ zehn.

 Aber auch die sollten reichen, um den Platz in der Liga auch für die Spielzeit 2019/2020 zu sichern. „Ja klar, dass wird reichen“, sagt auch Trainer Lars Müller. Vier Spiele stehen aus, da müsste es mit dem Teufel zugehen, würde das Saisonziel nicht erreicht. 

Das Restprogramm beinhaltet Spiele gegen zwei Spitzenteams (SC Münster, Ahaus) und zwei wahrscheinliche Absteiger (VfB Hüls, Bockum-Hövel). Wie schon zuvor beim 3:1-Heimsieg gegen die SG Borken setzte Lars Müller in Dorsten auf ein 4-4-2; einzig Colin Lachowicz ersetzte in der Startelf in Dorsten den beruflich verhinderten Mondrian Runde. 

Die Basis für den Erfolg erarbeiteten die Werner sich mit einer sehr stabilen Defensive. Auffallend positiv bei der Abkehr vom 3-4-3: Ein sicheres und gut aufeinander eingespieltes Innenverteidiger-Duo mit Youngster Nico Holtmann und Zoran Martinovic, zwei lauf- und zweikampfstarke Außenverteidiger mit Marvin Stöver und Niklas Link, zwei nimmermüde anlaufende Außenspieler im Vierer-Mittelfeld mit Colin Lachowicz und Marcel Niewalda, eine kampfstarke Zentrale mit Yannick Lachowicz und Jawad Foroghi, der gefühlt jeden Zweikampf gewann, und zwei stets gefährliche Angreifer, denen aber ein wenig die Ruhe – andere sagen: Kaltschnäuzigkeit – fehlt, um früher für die Entscheidung zu sorgen.

 Und nicht zuletzt gehört auch ein guter Torwart dazu, denn Henrik Pollak als Vertreter von Jorma Hoppe rettete auch in dieser Partie in wichtigen Situationen. Das alles summierte sich zu den 100 Prozent, die Lars Müller vorab gefordert hatte. „Ich kann jetzt auch keinen hervorheben“, meinte der ehemalige Profi nach dem Erfolg in Dorsten. 

Das Spiel mit zwei Viererketten scheint der taktische Rahmen zu sein, in dem sich die Mannschaft in der derzeitigen Besetzung am wohlsten fühlt. „Für die Leute, die zurzeit spielen, ist es offenbar das Richtige“, sagt Müller, und: „Insgesamt sind es für alle Beteiligten klare Aufgabenstellungen. Die sind zwar mit viel Arbeit verbunden, aber das setzen sie gut um.“ 

Für die beiden Spiele gegen die Spitzenteams SC Münster und Eintracht Ahaus, sagt Müller, sei das ebenfalls „kein schlechtes“ System, um Stabilität ins eigene Spiel zu bekommen, denn: „Das ist nochmal was ganz anderes als Borken oder Dorsten.“ 

Es bestehe dennoch Hoffnung, „dass wir da was mitnehmen“, sagt der Werner Trainer mit Blick auf die jüngste Leistung. Sowieso will er die Saison nicht einfach so austrudeln lassen. „Wir wollten erreichen, dass wir ein entspannteres Jahr haben als das letzte. Das haben wir geschafft, aber die Saison ist noch nicht rum. Ich habe der Mannschaft schon gesagt, dass ich nicht möchte, dass wir alles verlieren, sondern weiter auf Punktejagd gehen“, sagt Müller. Denn es sei letztlich auch wichtig, die Saison ordentlich abzuschließen, um mit einem guten Gefühl in die nächste zu gehen.

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