21:20-Zittersieg: Ende gut, alles gut für die TV-Frauen in der Entscheidungsrunde?

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Ralf Wolters

Werne – Die Handball-Frauen des TV Werne haben sich zum Abschluss der Abstiegsrunde in der Landesliga den zweiten Sieg im dritten Spiel gesichert, doch den Klassenerhalt noch nicht zu 100 Prozent.

Denn der 21:20-Erfolg (14:11) am Abend über den TSV Hillentrup sichert lediglich Platz drei. Ob dieser reichen wird, hängt von einer Hängepartie im Saarland ab. Eigentlich dürfte Trainer Ralf Wolter seine Mission aber erfüllt haben. 

Denn beim Zweitliga-Absteiger in Trier geht es – dem Willen der Mitglieder entsprechend – nicht in die 3. Liga, was Netphen rettet und damit einen weiteren freien Platz nach sich zieht. Für die Landesliga-Abstiegsrunde heißt das: Auch Werne ist neben Hillentrup und Wetter/ Grundschöttel gerettet, der sieglose TSV Ladbergen steigt ab. Die offizielle Bestätigung durch Rundenleiter Friedhelm Krietemeyer fehlt noch. 

Dabei dürfen sich die Werner noch einmal bei Torfrau Ira Schöße bedanken, die zeigte, warum Oberligist TuRa Bergkamen sie als Ersatz für Andrea Waschke geholt hat. „Wir haben in der Abwehr sehr gut gestanden, gestützt auf eine überragende Torfrau. Ohne sie wären wir nicht so knapp über die Ziellinie gekommen“, meinte Trainer Ralf Wolters. 

Nach einer schnellen 2:0-Führung durch Tore von Schöpper und Hillebrand gerieten die Gastgeberinnen vor 100 Zuschauern in Rückstand. Mit 9:5 führten die Gäste aus der Nähe von Lemgo, doch dann legten die Werner mit ihrem Tempospiel eine Aufholjagd auf das Parkett. In der 20. Minute glich Hillebrand zum 10:10 aus und vier weitere Treffer, einer davon in Unterzahl, sorgten für die 14:11-Führung zur Pause. 

Die Werner Frauen hielten auch nach dem Seitenwechsel das Tempo hoch, führten nach einem schnellen Gegenstoß von Hillebrand erstmals mit fünf Toren (18:13), wurden danach aber zu hektisch in ihren Offensivaktionen. Gut, dass Ira Schöße in dieser Phase beste Gästechancen zunichte machte und beim Stand von 18:15 auch noch einen Siebenmeter an die Latte guckte. 

Goletz, Schindelbauer und Schöpper erhöhten anschließend auf 21:15, doch auch das gab – gut zehn Minuten vor dem Ende – noch keine Sicherheit. „Wir hätten punktuell mal das Tempo rausnehmen müssen“, meinte Wolters. Denn in den letzten neun Minuten erzielte sein Team keinen Tor mehr und musste zittern. 

„Wenn du gefühlt eine Viertelstunde kein Tor mehr schießt, dann gewinnst du so ein Spiel normalerweise nicht“, meinte Woltes, für den es das Ende seines Kurzengagements war. Ein möglicher Nachfolger stellt sich Dienstag in einem Probetraining vor. Sein Vorgänger, Fabian Schwenk, wurde nach dem Spiel offiziell verabschiedet. 

TV Werne: Schöße – Siebels, Lang, Schindelbauer 1, A. Majchrzak, Hillebrand 8, Schöpper 5, X. Majchrzak, Stengl, Heinrich 1/1, Theisen 2, Goletz 1, Buschmann, Hins 3

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