Trainer des Jahres: Dieter Ende von Ralf Wosik ausgezeichnet

Dieter Ende

HAMM - Ralf Wosik war für die Auszeichnung der prädestinierte Laudator. Schließlich, so erklärte der 54-Jährige, teilen „der zu Ehrende und ich die Leidenschaft für denselben Sport, und das ist Tischtennis“.

Vor allem aber startete der gebürtige Bockum-Höveler Wosik seine Karriere bei TuWa – dem Verein, der noch heute Dieter Endes sportliche Heimat ist. Der wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet, weil er mittlerweile eine lange Liste an Erfolgen vorweisen kann.

Diese erzielte Ende, der „seinem“ Sport seit mittlerweile mehr als 50 Jahren verbunden und somit so etwas wie „Mister Tischtennis“ ist, allerdings vor allem mit dem Damenteam des TuS Uentrop. Diese führte er zunächst auf Rang drei (2009/10), ein Jahr später auf Platz zwei und schließlich in der vergangenen Saison zur Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Zudem war er Coach der Schülerinnen (2005) und der Mädchen (2007) des Vereins, als diese jeweils binnen einen Jahres die westdeutsche und die Deutsche Meisterschaft feierten. Bei derartigen Ergebnissen, so Wosik, frage man sich zwangsläufig: „Wieso ist dieser Mann eigentlich nicht schon viel früher Trainer des Jahres geworden?“ Und überhaupt, befand der Laudator, könne man Ende auch einen anderen Preis überreichen. Und zwar den „für sein Lebenswerk, an welchem dieser Mann ja nach wie vor arbeitet. Im Ehrenamt, wohlgemerkt.“

Tatsächlich bleibt Dieter Ende am Ball. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ende sei ein „Mann, der den Tischtennis-Sport in dieser Stadt maßgeblich mitgestaltet hat und noch immer gestaltet“. Bei den Damen des TuS sitzt er weiter an der Box. Gut möglich also, dass die Liste mit den Erfolgen in absehbarer Zeit länger wird. Und dass es dann doch klappt. Mit einem Preis für das Lebenswerk.

Der Laudator

Ralf Wosik, am 17. April 1958 in Bockum-Hövel geboren, verließ bereits nach der Mittleren Reife die

Ralf Wosik

Schule, um ganz auf die Karte Tischtennis zu setzen. Unterstützt vom DTTB wurde er zusammen mit Hajo Nolten in einem Tischtenniszentrum auf eine Profikarriere vorbereitet. Dies war in Deutschland der erste Versuch, junge, talentierte Nachwuchsspieler professionell zu fördern. Seine größten Erfolge sind neun Mannschaftsmeisterschaften mit dem PSV Borussia (später Borussia Düsseldorf). Im Herren-Einzel erreichte er viermal das Finale der Deutschen Meisterschaft. Er nahm von 1978 bis 1989 an sechs Weltmeisterschaften sowie an sieben Europameisterschaften teil, ehe er 1990 zurücktrat.

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