Hammer Sportgala

Sportlerin des Jahres: Linn Kleine verteidigt ihren Titel

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Linn Kleine ist Hamms Sportlerin des Jahres 2018.

Die Überraschung war gelungen: „Damit habe ich nicht gerechnet, dass ich hier erneut gewählt würde“, zeigt sich Linn Kleine fast schon verwundert darüber, dass wie im Vorjahr ihr Name aufgerufen wurde, als es um die Sportlerin des Jahres ging.

„Für mich war es ja das vergangene Mal schon überraschend – ich hätte mich auch gefreut, überhaupt wieder dabei zu sein.“ Dass sie nach der Slalom-Kanutin Jasmin Schornberg erst die zweite Sportlerin ist, die ihren Titel erfolgreich verteidigt hat, „wusste ich gar nicht“, räumt die junge Leichtathletin freimütig ein, die „insgesamt auf ein sehr erfolgreiches und sehr aufregendes“ Sportjahr zurückblickt.

Sportlerin des Jahres

Stimmen absolut

Stimmen in Prozent

1. Linn Kleine

(Leichtathletik)

2009

42,1 %

2. Manon Kruse

(Tennis)

1505

31,5 %

3. Jacqueline Börste

(Faustball)

1261

26,4 %

Kleine hat viele Gründe gesammelt, um das Jahr 2018 in bester Erinnerung zu behalten. Die Hammerin gewann zwei Deutsche Meisterschaften, startete bei der Jugend-Europameisterschaft in Ungarn und den Olympischen Jugendspielen in Argentinien. Genug Erfolge, um sich verdient die Auszeichnung zur Hammer Sportlerin des Jahres zu sichern – und damit ihren Titel zu verteidigen.

Für die Ehrung hätte vermutlich allein ihr Titelgewinn bei der U20-DM über 3000 Meter in der Halle gereicht. Ein Rennen, das die Hammerin selbst noch in ebenso leb- wie schmerzhafter Erinnerung behalten hat. Schließlich musste sie 2000 Meter mit einem Schuh absolvieren, nachdem ihr eine andere Läuferin in die Achillessehne getreten war. „Darauf sprechen mich heute noch Leute an, das bleibt aktuell“, sagt die 17-Jährige, für die damals im Rennen Aufgeben keine Option gewesen war. „Ich habe sofort beschlossen, trotzdem weiter zu rennen.“ Der Lohn war der Titelgewinn – aber auch eine Fußverletzung. „Die Bahn hat so gerieben, dass unterm Fuß alles aufgeschürft ist.“

Die Top 3 Sportlerinnen 2018

Es folgte noch der Gewinn des DM-Titels bei den deutschen Cross-Meisterschaften (U18) und als internationaler Höhepunkt der vierte Rang bei der U18-Europameisterschaft in Györ auf der gleichen Strecke.

Nach den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires, für die sie aufgrund ihrer starken Vorstellung in Györ nominiert worden war, war erst einmal Pause angesagt. Kleine war in Argentinien weit unter ihren Möglichkeiten geblieben, gesundheitlich begründet. Sie musste sich in die Hände der medizinischen Abteilung begeben. „Ich wurde durchgecheckt“, sagt sie. „Und dabei ist herausgekommen, dass meine Blutwerte in Argentinien nicht optimal waren.“ Extremer Eisenmangel hieß die Diagnose. Und die Folge: Wettkämpfe im Winter sollen in diesem Jahr Tabu für die schnelle Mittelstrecklerin sein – zumindest, wenn es darum geht, an die Belastungsgrenze zu gehen. So ging sie beim Silvesterlauf von Werl nach Soest zwar über die 15 Kilometer an den Start, wurde auch Zweite, doch absolvierte sie diesen Lauf eher als Trainingseinheit. „Am Ende wurde es schneller als gedacht“, wertete sie ihre 55:10 Minuten positiv. „Die Form kommt wieder – ein Zeichen, dass es in die richtige Richtung geht.“

In den kommenden Wochen sollen „ein paar Wettkämpfe in der Halle“ folgen, „bei denen ich als Tempomacherin für die anderen eingesetzt werde“, sagt sie mit Blick auf ihre Teamkolleginnen von der LG Olympia Dortmund. „Aber mein großes Ziel ist es, mich für die EM in Schweden zu qualifizieren – und meine Bestleistung zu toppen.“

Ziele, die am Abend der Sportgala erst einmal in den Hintergrund traten, für den der Gang zum Friseur oder zum Shoppen ausfallen mussten. „Das habe ich zeitlich gar nicht mehr geschafft, weil ich tagsüber lange Schule hatte“, sagt Kleine und ignoriert für ein paar Stunden den Trainingsplan. „Der Freitag war schon hektisch, aber die Gala dennoch ein sehr schönes Erlebnis. Und diesen Abend werde ich richtig genießen.“

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