Sportler des Jahres: Sebastian Schubert ist Musterbeispiel an Beständigkeit

Sebastian Schubert

HAMM - Sebastian Schubert ist seit 2006 praktisch Stammgast bei der Hammer Sportgala. Zum vierten Mal schaffte der Sportsoldat vom Kanu-Ring Hamm jetzt den Sprung auf das oberste Podest. „Sportler des Jahres“ war der Heessener Kanu-Slalom-Fahrer schon 2006, 2011 und 2013.

Der 26-jährige Ausnahme-Paddler ist in seiner Sportart ein Muster an Beständigkeit. „Sebastian schafft es immer wieder, sich auf den Punkt zu konzentrieren“, beschreibt Vater und Heimtrainer Jürgen Schubert die Qualitäten seines Sohnes. Und die Erfolge werden in der Heessener Talentschmiede zwischen Lippe und Kanal akribisch geplant. Seit 2005 hat Sebastian Schubert in jedem Jahr ohne Unterbrechung bei großen internationalen Titelkämpfen wie Europa- und Weltmeisterschaften eine Medaille gewonnen. Das können in Deutschland nur ganz wenige Sportler von sich behaupten. Angesichts der vielen starken Fahrer im Deutschen Kanu-Verband ist es ohnehin schon schwer genug, sich überhaupt für eine WM und eine EM zu qualifizieren, weil jedes Land nur drei Startplätze erhält. Allerdings reichte es im vergangenen Jahr für die Nummer 1 des Kanu-Rings Hamm weder bei der EM in Wien noch bei der WM in Deep Creek in den USA zu der erhofften Einzelmedaille. Mit der Mannschaft gewann er aber dafür Gold.

Weitaus höher zu bewerten waren 2014 seine Einzelergebnisse bei den anderen großen internationalen Wettkämpfen. Schubert schaffte es als erster Kanu-Slalom-Fahrer überhaupt, den Gesamtsieg im Weltcup zu verteidigen. Auf Grund seiner beständig guten Ergebnisse beendete der Hammer die Saison erstmals in seiner Laufbahn als Weltranglisten-Erster. Eine große Auszeichnung. International hat sich der Heessener bei der Konkurrenz schon einen großen Namen geschaffen.

Wer Sebastian Schubert kennt, der weiß, dass er auch in die nächste Saison mit großem Ehrgeiz gehen wird. Denn zwei Ziele hat er sich trotz der zahlreichen Erfolge noch gesetzt. „Ich will Weltmeister im Einzel werden und 2016 in Brasilien an den Olympischen Spielen teilnehmen“, betont Schubert. Besonders der Auftritt in Rio wird kein leichtes Unterfangen, da die deutschen Herren nur einen Startplatz für den Kanu-Slalom-Wettbewerb erhalten werden. Doch was sagte schon Vater Jürgen: „Bei Sebastian ist alles möglich.“

Das Abstimmungsergebnis:

Sportler des Jahres Stimmen gesamt Anteil in Prozent
1. Sebastian Schubert (KR Hamm) 1204 39,18 %
2. Fabian Holthaus (VfL Bochum) 933 30,36 %
3. Aaron Grosser (RSV Unna) 477 15,52 %
4. Niklas Kell (RC Hamm) 229 7,45 %
5. Jan Brodda (SG Hamm) 215 7,00 %

Video: Das sind die Top 3-Sportler

Der Laudator: Olaf Thon

Olaf Thon, Weltmeister von 1990, Eurofighter und Schalker Idol, wurde im Mai 1984 durch das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Schalke und Bayern bekannt, in dem er als gerade 18-Jähriger drei Tore erzielte. Das Spiel endete 6:6 nach Verlängerung.

Olaf Thon

Er trug zwischen 1984 und 1998 52-mal das Trikot der A-Nationalmannschaft und erzielte drei Treffer gegen Dänemark (1986), Israel (1987) und Dänemark (1988). Im Weltmeisterschaftsjahr 1990 kam er zwar nur zu zwei Einsätzen, ebnete allerdings als letzter Schütze mit seinem Treffer zum 5:4 im Elfmeterschießen im Halbfinale gegen England den Weg ins Endspiel. In der Bundesliga absolvierte er für die Schalker und für den FC Bayern München in der Zeit von 1983 bis 2002 insgesamt 481 Spiele und schoss dabei 99 Tore. Nach seiner aktiven Karriere war er von Juni 2005 bis Juni 2008 Mitglied im Aufsichtsrat von Schalke und übernahm danach eine Anstellung im Marketing-Bereich für den Verein. Im April 2009 gab Schalke die einvernehmliche Trennung zum 31. Juli 2009 bekannt. Von April 2010 bis September 2011 war der inzwischen 49-Jährige Trainer beim damaligen NRW-Ligisten VfB Hüls.

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