Sportler des Jahres: Schubert rückt näher heran

Sebastian Schubert

HAMM - Langsam rückt Sebastian Schubert immer näher an Jonas Ems heran. Fünfmal hat Ems, Hammer Kanute in Diensten der KG Essen, bislang die Wahl zu Hamms Sportler des Jahres gewonnen.

Mit der Auszeichnung am Freitagabend hat Schubert, Kanuslalom-Spezialist aus Heessen, immerhin schon drei Ehrungen auf seinem Konto. Dass Schubert diesen Preis in diesem Jahr verdient hat, steht außer Frage. Denn der 25-Jährige hatte eine Saison hingelegt, die zwar nicht rundum perfekt war, die dennoch ihresgleichen sucht und die er mit dem erstmaligen Gewinn des Gesamtweltcups krönte.

Ehrengast: Christoph Metzelder war Deutscher Meister mit dem BVB 2002, Spanischer Champion mit Real 2008, Pokalsieger mit Schalke 2011, dazu Zweiter und Dritter bei den Weltmeisterschaften 2002 beziehungsweise 2006 und Vize-Europameister 2008. Mittlerweile ist Metzelder zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Der sozial überaus engagierte Ex-Profi, der mit dem Silbernen Lorbeerblatt und dem NRW-Verdienstorden geehrt wurde, steht im Kader des Fußball-Landesligisten TuS Haltern.

Im Juni hatte der Sportsoladat das erste Ausrufezeichen gesetzt, als er bei der Europameisterschaft in Krakau im Einzel Platz drei belegt hatte und damit die erste Einzelmedaille bei einer EM oder WM einfuhr. Zudem heimste er auf der oberen Weichel im Süden Polens mit der deutschen Mannschaft noch Silber ein. „Das war ein cooles Racing“, erinnert sich Schubert nur zu gerne an das Wochenende Anfang Juni.

Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft machte er dann in Bratislava, der letzten von fünf Weltcupstationen, sein Glück perfekt. In einem hochdramatischen Rennen düpierte er die komplette Weltelite und wurde erstmals in seiner Karriere Weltcup-Gesamtsieger.

Damit war klar, dass Schubert auch als einer der Favoriten bei der Weltmeisterschaft in Prag gehandelt wurde. Doch die Titelkämpfe in der Tschechei standen für den in Augsburg lebenden 25-Jährigen unter keinem guten Stern. Im Halbfinale schien er in Bestzeit ins Ziel zu kommen, als er kurz vor dem Ende ein Tor verpasste und damit seine Hoffnungen auf ein weiteres Edelmetall begraben musste. Doch dieser Aussetzer ist mittlerweile abgehakt. Der Blick von Sebastian Schubert, der in den vergangenen Tagen bei einem Trainigslager in Dubai weilte, ist längst auf die neue Saison gerichtet. Denn auch im Jahr 2014 will der Hammer in der Weltelite der Kanuslalom-Asse wieder für Furore sorgen. „Mein Ziel ist die Qualifikation für die Nationalmannschaft. Und dann will ich bei der EM und der WM im Einzel und im Team wieder um Medaillen kämpfen“, stellt Hamms frisch gebackener Sportler des Jahres klar – und wirft gleich einen Blick ins Jahr 2016. Denn dann will er unbedingt bei den Olympischen Spielen dabei sein.

Platz 2: Tigin Yaglioglu

Platz 3: Jonas Ems

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