Das sind Hamms Sportler des Jahres

HAMM - Hanna Schönrath und Sebastian Schubert sind Hamms Sportler des Jahres 2011. Als beste Mannschaft wurden die Bogenschützen im Hammer SC ausgezeichnet. Knapp 900 Besucher feierten die Prämierten Freitagabend bei der Sportgala in der ausverkauften Alfred-Fischer-Halle.

Ihre Trophäen erhielten die Titelträger aus den Händen prominenter Laudatoren: Die ehemalige Weltklasseschwimmerin

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Sandra Völker zeichnete Hanna Schönrath vom Kanuring Hamm aus. Schönraths größte Erfolge im Jahr 2011 waren ein dritter Platz bei den Juniorinnen-WM im Kajak-Zweier, 4 Mal Silber und 1 Mal Bronze bei der Juniorinnen-DM und ein achter Platz bei der Marathon-WM der Juniorinnen.

Der Handball-Weltmeister Florian Kehrmann überreichte den Preis für den besten Sportler an Sebastian Schubert, ebenfalls vom Kanuring Hamm. Schubert wurde 2011 unter anderem Weltmeister mit der Mannschaft, Dritter beim Weltcup in Tacen und Zweiter bei der Deutschen Meisterschaft.

Bilder von den Geehrten

9. Hammer Sportgala - Preisverleihung

9. Hammer Sportgala 2012 Preisverleihung
9. Hammer Sportgala 2012 Preisverleihung
9. Hammer Sportgala 2012 Preisverleihung
9. Hammer Sportgala 2012 Preisverleihung
9. Hammer Sportgala - Preisverleihung

Die Bogenschützen im Hammer SC, bis zum Juli noch als BSV Rot-Weiß im Einsatz, wurde 2011 Vize-Meister bei der Deutschen Meisterschaft mit dem Compound-Bogen. Sie haben zudem den Europarekord für Vereinsmannschaften aufgestellt mit 4194 Ringen. Sie wurden am Freitagabend vom ehemaligen Eishockey-Nationalspieler Erich Kühnhackl ausgezeichnet.

Die weiteren Prämierten: Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann zeichnete die Young Stars von Lippe Hockey Hamm für die beste Jugendarbeit aus.

Bilder von Empfang der Besucher

9. Hammer Sportgala - Empfang (1)

9. Hammer Sportgala - Empfang (1)

9. Hammer Sportgala - Empfang (2)

9. Hammer Sportgala - Empfang (2)

Norbert Teichert, ehemaliger Sportchef beim Westfälischen Anzeigers, überreichte Fußballschiedsrichter Alfred Wicher den Ehrenpreis. André Brendel, Stützpunkttrainer der Kanusportler in Hamm, wurde als bester Trainer geehrt. Lars Müller, ehemaliger Bundesliga-Profi und heute Spielertrainer bei der Hammer SpVg, überreichte die Auszeichung.

Einen Anerkennungspreis bekam Julia Frieling von WA-Chefredakteur Martin Krigar. Frieling hatte im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres beim StadtSportBund Hamm unter anderem das Mini-Sportabzeichen betreut.

Partybilder von der Sportgala

9. Hammer Sportgala - Die Party (1)

9. Hammer Sportgala - Die Party (1)

9. Hammer Sportgala - Die Party (2)

9. Hammer Sportgala - Die Party (2)

Sportler des Jahres: Sebastian Schubert

Die Anspannung war allen drei Kandidaten, die es letztlich auf das Siegerpodest geschafft hatten, deutlich anzumerken. Dem ASV-Handballer Chen Pomeranz ebenso wie Dauersieger und Kanute Jonas Ems. Insbesondere aber verzog Sebastian

Ballte die Faust: Sportler des Jahres Sebastian Schubert

Schubert keine Miene, während Laudator Florian Kehrmann seine Rede vortrug. Schließlich war der Rechtsaußen des TBV Lemgo, der da mit dem Mikrofon zu kämpfen hatte, 2007 Handball-Weltmeister geworden und wäre entsprechend prädestiniert dafür gewesen, Pomeranz auszuzeichnen.

Doch als Kehrmann den Umschlag mit dem Siegernamen öffnete und seine Rede mit den Worten "Vom Weltmeister für den Weltmeister" schloss, zeigte Schubert die pure Emotion. Mit geballter Faust nahm er seinen Sieg zur Kenntnis, um später zuzugeben, dass "ich schon angespannt war. Aber die Situation war besser als vor dem WM-Finale, da ist es schon schlimmer. Man freut sich halt, wenn man gewinnt." Schließlich war es der Erfolg bei der Mannschaftsweltmeisterschaft im Sommer an der Seite von Hannes Aigner und Olympiasieger Alexander Grimm in Bratislava, der dem Kanuslalom-Athleten vom Kanu-Ring Hamm auch die Wahl zum Sportler des Jahres sicherte. Dass der 23-Jährige im vergangenen Jahr noch weitere gute Platzierungen im Weltcup und Rang sechs im dessen Gesamtwertung einfuhr, lassen seine Hoffnungen auf Olympia 2012 in London weiter steigen.

Schon am Dienstag startet Schubert nach Australien in ein sechswöchiges Trainingslager. "Die körperliche Anstrengung ist nicht größer als das tägliche Training", räumte Schubert ein. "Es findet nur unter besseren klimatischen Bedingungen statt. Das geht schon besser als hier bei Temperaturen um die null Grad." Daher wurde gestern Abend auch nicht mehr lang gefeiert. "Man kann sicher drei, vier Bierchen trinken", erklärte der frisch gekürte Sportler des Jahres. "Aber ich muss morgen früh schon um zehn Uhr wieder auf das Wasser." Und die Konkurrenz schläft nicht. Schließlich gibt es nur ein Olympia-Ticket zu vergeben. Auch für Florian Kehrmann wurde der Abend nicht mehr allzu lang. Er reiste in der Nacht nach Schwerin zu einem Trainingsspiel. "Und vorher muss ich noch zwei Teamkollegen in Ahlen einsammeln", sagte der Rechtsaußen. "Sonst wäre ich gerne noch ein bisschen länger geblieben."

Sportlerin des Jahres: Hanna Schönrath

Hanna Schönrath war sichtlich baff. Die Kanurennsportlerin lächelte überglücklich, nahm freudestrahlend die Umarmungen von Laudatorin Sandra Völker sowie ihrer "Konkurrentinnen" Melanie Kunz und Nadine Sillus entgegen, ehe sich die Nervosität

War völlig baff: Hanna Schönrath

gelegt und sie sich wieder ein wenig gefasst hatte. "Ich hatte schon ein bisschen darauf gehofft. Aber wirklich gerechnet habe ich damit nicht", sagte Schönrath, nachdem sie als Sportlerin des Jahres 2011 ausgezeichnet worden war. "Das bedeutet mir sehr viel. Ich freue mich riesig, das ist wirklich unglaublich."

Schier unglaublich war auch ihre Bilanz, die Sandra Völker den 880 Gästen in der Alfred-Fischer-Halle präsentierte. Die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin, die vor ihrem Karriereende 2008 mehr als 60 Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen sammelte, verwies auf die Berufung Schönraths in die Rennsport-Nationalmannschaft, auf ihre Bronzemedaille bei der Junioren-WM in Brandenburg im Kajak-Zweier, auf die vier Vizemeistertitel und die eine Bronzemedaille sowie auf den achten Rang bei der Marathon-WM der Juniorinnen in Singapur. Für eine Aktive, die erst 2003 mit dem Kanurennsport begonnen habe, befand Völker, sei das "eine steile Erfolgsstory". Und wie wichtig eine Auszeichnung wie die gestrige im Leben eines Sportlers ist, erlebte die 37-Jährige am Beispiel Schönraths auch noch einmal mit. "Die Hanna", staunte Völker, "war ja völlig sprachlos."

Auf ein mehr als positives Jahr blickten auch Sportschützin Melanie Kunz (Schießgesellschaft Hamm) und Tischtennisspielerin Nadine Sillus (TuS Uentrop) zurück, die es ebenfalls unter die "Top 3" schafften, sich letztlich aber hinter Schönrath einreihten. Die Platzierungen waren für Völker indes letztlich eher Nebensache, der Treppchenrang allein sei schon ein "besonderer Moment", befand die Hamburgerin - und der Lohn für ein volles Jahr harten Trainings. Kein Wunder, dass sich Hanna Schönrath unbändig freute. "Das ist Motivation für mich, aber vor allem eine große Ehre", sagte die 18-Jährige. "Denn man weiß, dass die Stadt hinter einem steht, dass man viel Unterstützung bekommt. Das ist echt Wahnsinn." Und ein Grund zum Feiern, oder? "Ja, auf jeden Fall", so Schönrath. Und zwar in großer Runde. Schließlich räumte der Kanu-Ring gestern Abend mächtig ab.

Mannschaft des Jahres: Bogensportler des Hammer SC

Erich Kühnhackl erwies sich als vielseitig. "Alles, was mit Sport zu tun hat, steht bei mir ganz oben", sagte der zum deutschen Eishockeyspieler des Jahrhunderts gewählte 61-Jährige. Und so fiel es dem Vizepräsidenten des Deutschen Eishockeybundes

Die Bogenschützen sind die Mannschaft des Jahres

auch nicht schwer, den Bogensportlern des Hammer SC 08 (früher BSV Rot-Weiß Hamm) die Auszeichnung für die Mannschaft des Jahres zu überreichen. "Mit den Enkeln im Club-Urlaub muss ich auch mal Bogenschießen. Da treffe ich zumindest die große Scheibe", plauderte Kühnhackl aus dem Nähkästchen.

Die Hammer Bogenschützen sind schon ein wenig treffsicherer. So verbesserten sie 2011 den Europa-Rekord mit dem Compound-Bogen um 51 Zähler auf 4 194 Punkte. "Ein Schmankerl", meinte Robert Hesse. Denn wirklich wichtig sind die Deutschen Meisterschaften. Und da räumten Hesse, Paul Titscher, Julian Skriba, Sebastian Tautz, Christian Kollmeyer und Stefan Krampe gleich zweimal (auf dem Feld und in der Halle) die Silbermedaille ab. Mit diesen Erfolgen stachen die Bogenschützen am Ende auch die Konkurrenz der A-Jugend-Staffel der Leichtathleten des SCE Hamm aus. Robert Werner, Frederik Schaeg, Emre Kaya, Philipp Werner und Daniel Helff wurden Zweite vor der Rollhockey-U 20 des SK Germania Herringen. "Ich habe nicht damit gerechnet", sagte Hesse, zumal er und seine Teamkollegen schon viermal zuvor nominiert waren und selbst ein deutscher Meistertitel nicht zum Sieg bei der Sportlerwahl gereicht hatte. "Das ist das erste Mal, dass Bogensportler bei so einer Wahl in Deutschland gewonnen haben", freute sich Hesse dann umso mehr über die Auszeichnung.

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