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Mannschaft des Jahres: TuS Uentrop, der Meister ohne Niederlage

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TuS Uentrop

Der 3. April 2016 war ein besonderer Tag in der Geschichte des TuS Uentrop. Und wird es immer bleiben. Denn an jenem Frühlingssonntag machten die Tischtennis-Spielerinnen mit einem 6:4-Sieg ausgerechnet im Duell beim westfälischen Konkurrenten TTK Anröchte die Meisterschaft in der 2. Bundesliga perfekt.

Und das sogar vorzeitig. Es war zwar nicht das erste Mal, dass die Damen aus dem Hammer Osten am Ende einer Zweitliga-Spielzeit ganz oben standen; das war ihnen bereits 2012 gelungen. Damals war das Bundesliga-Unterhaus aber noch in Nord und Süd unterteilt. Der Erfolg von 2016 ist sportlich höher einzuschätzen. Kaum ein Konkurrent konnte der Mannschaft von Trainer Alexander Daun das Wasser reichen. Spitzenspielerin Alexandra Scheld, Pengpeng Guo, Nadine Sillus, Elena Shapovalova und Jessica Wirdemann verloren keine Begegnung – das machte den Erfolg noch ein wenig schöner.

Vor allem aber war das Meisterstück das Resultat eines Mannschaftsgeistes, wie er im Spitzen-Tischtennis nicht selbstverständlich ist. Sillus, die seit ihrer Kindheit für Uentrop antritt, bildet gemeinsam mit Scheld seit sieben Jahren den Kern des Teams. Bereits 2012 kam Wirdemann hinzu. Später folgten Rückkehrerin Guo, Shapovalova und – ein ganz wichtiger Faktor – Trainer Daun, der sich auch um die personellen und organisatorischen Belange kümmert. Im Laufe der Jahre „hat sich eine Freundschaft entwickelt, die sich auch in der Halle bemerkbar macht und erheblich zum Erfolg beiträgt“, sagt Sillus: „Wir haben uns als Mannschaft tierisch über die Meisterschaft gefreut.“

Vor allem, weil sie nicht unbedingt zu erwarten gewesen war – erst recht nicht in dieser Souveränität. Denn in den beiden Spielzeiten davor hatten die Uentroperinnen mit großem Verletzungspech und daher um den Klassenerhalt zu kämpfen. Die gute Atmosphäre innerhalb des Teams spielte auch eine Rolle, als es Anfang des vergangenen Jahres, wenige Wochen vor dem Gewinn der Meisterschaft, um die Frage ging, ob der kleine Verein den Sprung ins deutsche Oberhaus, unter die zehn besten Teams Deutschlands, wagen sollte. Die Mannschaft hätte stark verändert werden müssen, um dort den Klassenerhalt zu schaffen. Dazu waren die Verantwortlichen nicht bereit. Vor allem aber standen die Sponsoren nicht gerade Schlange. Uentrop verzichtete also auf das Abenteuer 1. Liga. Vorerst. In dieser Saison müssen sich die Klub-Oberen nicht den Kopf zerbrechen, denn das Verletzungspech ist zurück. Scheld fällt wegen eines Bandscheibenvorfalls auf unbestimmte Zeit aus. Doch auch ohne sie meisterte das Team die schwierige Anfangsphase der Saison und steht mittlerweile sogar schon wieder auf Platz drei – die erneute Meisterschaft ist allerdings unerreichbar.

Mannschaft des Jahres: Das Ergebnis

1. TuS Uentrop (Tischtennis-Damen)1145 48,84%
2. SK Germania Herringen81934,94%
3. Hammer SC (Bogenschützen)38016,22%

Die Laudatorin: Britta Hofmann

Britta Hofmann ist eine deutsche Moderatorin, Journalistin und Redakteurin, die in Hamm aufwuchs und ihre ersten journalistischen

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Laudatorin: Britta Hofmann

Erfahrungen als freie Mitarbeiterin in der Sportredaktion des Westfälischen Anzeigers sammelte. Die inzwischen 35-Jährige wurde in Attendorn geboren, ihre Familie zog nach Hamm, als sie drei Jahre alt war. Dort verbrachte sie den Rest ihrer Kindheit. Nach dem Abitur 1999 studierte sie von 2000 bis 2005 Diplom-Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln. Nach dem Studium absolvierte Hofmann von 2006 bis 2008 ein Volontariat bei n-tv, bis 2011 war sie für den Sender als Sportmoderatorin und Live-Reporterin tätig. Ende 2011 wechselte sie zu Sky, dort arbeitet sie hauptsächlich als Moderatorin bei Sky Sport News HD, ist aber seit der Saison 2012/13 auch für Sky Sport in der Fußball-Bundesliga als Feldreporterin im Einsatz. Seit Beginn der Saison 2015/2016 präsentiert sie die Uefa-Europa-League bei Sky.

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