Mannschaft des Jahres: Kanu-Ring schreibt Vereinsgeschichte

Hamm - In der Sparte Kanu-Slalom ist der Kanu-Ring Hamm eine der erfolgreichsten Medaillenschmieden Deutschlands. Seit dem Jahr 2001 haben die von Cheftrainer Jürgen Schubert betreuten Aktiven bei internationalen Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften ohne Unterbrechung immer Edelmetall gewonnen.

Doch trotz der Triumphe sind die heimischen Wassersportler längst noch nicht satt, was Podestplätze bei wichtigen Wettkämpfen angeht. Deshalb hat sich Schubert im vergangenen Jahr über einen Titel ganz besonders gefreut. Die Slalom-Herren wurden in der Besetzung Sebastian Schubert, Stefan Hengst und Lukas Stahl deutscher Mannschaftsmeister.

„Damit“, sagt Jürgen Schubert, „haben die Jungs im Juli in Augsburg ein neues Kapitel Vereinsgeschichte geschrieben.“ Denn das hatte zuvor noch nie ein Team des Kanu-Rings geschafft. Und das praktisch in der „Höhle des Löwen“. Denn eindeutige Favoriten waren die Mannschaften der Augsburger Vereine Schwaben und AKV, die hinter den triumphierenden Hammern die Plätze zwei bis vier belegten und den eigenen Eiskanal mit langen Gesichtern verließen. Am Ende lagen die Hammer in einem „Herzschlag-Finale“ lediglich mit der Winzigkeit von neun Hundertstelsekunden vor dem Trio von Schwaben Augsburg mit dem Olympiasieger von 2008, Alexander Grimm. „Das war schon eine kleine Sensation“, betont Jürgen Schubert, der selbst 1989, damals noch mit den Vereinskollegen Uwe Krieger und Carsten Nillies, Rang drei in diesem Wettbewerb belegte. Mitte der 90er Jahre feierten dann Nillies und die beiden Schaberg-Brüder Ralf und Ulf die Vizemeisterschaft im Team, zum ganz großen Wurf hat es jedoch nicht gereicht. Bis jetzt.

Außergewöhnlich ist sicher auch die aktuelle Altersstruktur der erfolgreichen KR-Truppe. Sebastian Schubert ist 27 Jahre alt, Stefan Hengst 21 und Lukas Stahl erst 16. „Das zeichnet unseren Verein doch seit vielen Jahren aus, dass wir im Spitzenbereich immer wieder Leute haben, die nachrücken können und die entstehenden Lücken schließen“, betont der Chefcoach. Dadurch erklärt sich die nun schon 15 Jahre andauernde Erfolgsserie der Hammer Slalom-Fahrer, die auch in diesem Jahr laut Schubert nicht reißen soll. „Mit Jasmin Schornberg, Schubert, Hengst und Stahl haben wir vier Leute, die sich für die großen internationalen Wettbewerbe qualifizieren können“, sagt der Trainer. „Und am Ende wird sicherlich wieder die eine oder andere Medaille herausspringen.“

Die Laudatorin: Natascha Keller

Natascha Keller entstammt der wohl bekanntesten deutschen Hockeyfamilie. Olympiasieger geworden sind ihr Vater Carsten Keller (1972 in München) sowie ihre Brüder Andreas (1992 in Barcelona) und Florian (2008 in Peking). Ihr Großvater Erwin Keller gewann im Jahre 1936 in Berlin olympisches Silber gegen die damals als unschlagbar geltenden Inder.

Natascha Keller, mittlerweile 38 Jahre alt, wurde 1999 zur Welthockeyspielerin des Jahres erklärt und holte mit der deutschen Nationalmannschaft der Damen 2004 in Athen olympisches Gold. Im Jahr zuvor wurde sie unter anderem Hallenweltmeisterin. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 in London war Keller Fahnenträgerin der Deutschen Delegation – zum ersten Mal wurde einer Hockeyspielerin diese Ehre zuteil. Nach diesem Turnier, bei dem das deutsche Team Rang sieben belegte, erklärte sie ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

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