Hammer Sportgala

Mannschaft des Jahres: ASV Hamm will zurück in die 1. Liga

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Der ASV Hamm-Westfalen ist die Mannschaft des Jahres 2020.

Als der ASV Hamm 2010 zum bisher letzten Mal als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurde, schien es, als habe das Vorzeigeteam der Stadt einen unaufhaltsamen Lauf. Zum dritten Mal in Folge wurde er damals nach 2008 und 2009 ausgezeichnet – der Hattrick war perfekt.

Zuvor hatte die Mannschaft bereits einmal nach dem Aufstieg in die 2. Liga (2005) diese Ehrung in Empfang genommen, die im Jahr 2004 zum ersten Mal vergeben wurde. Was folgte, war zunächst sportlich der direkte Wiederabstieg aus der 1. Handball-Bundesliga – und dann eine lange Ehrungs-Durststrecke für Geschäftsführer Franz Dressel und den ASV. Einmal noch wurde die A-Jugend auf der Bühne als Sieger ausgezeichnet – danach waren es stets die anderen.

Dass der Rekordhalter nun trotz starker Konkurrenz wieder als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet wurde, ist Folge der sportlichen Entwicklung der vergangenen Jahre. Platz sechs erreichte das Team im ersten Jahr nach der Rückkehr von Kay Rothenpieler auf die Trainerbank (2017/18), Rang vier war es im zweiten. Nun, zur Halbzeit der dritten und letzten Spielzeit dieser Periode, steht es auf dem zweiten und damit einem Aufstiegsrang. Es dürfte diese Auszeichnung daher auch als Motivation empfinden – für das, was es in der laufenden Saison erreichen will und vor allem kann: den erneuten Aufstieg ins deutsche Handball-Oberhaus.

Das Ergebnis

Mannschaft des Jahres

Stimmen absolut

Stimmen in Prozent

1. ASV Hamm-Westfalen

912

33,75 %

2. SK Germania Herringen

901

33,35 %

3. Hammer SC Sportakrobaten-Trio

889

32,90 %

Dressel, Rothenpieler und die Spieler können in diesem Sommer die Ernte einfahren für ihre akribische Arbeit der vergangenen Jahre. Während in den ersten Jahren nach dem sportlich enttäuschenden und finanziell fast in der Insolvenz geendeten Erstliga-Abenteuer 2010/2011 die Konsolidierung der Bundesligamannschaft im Vordergrund stand, wurde in der Saison 2014/15 der 2-5-1-Club – aus der 2. Liga innerhalb von fünf Jahren in die erste – ins Leben gerufen. Der Erfolg stellte sich mit Verspätung ein. Denn in der Saison 2016/17 drohte noch einmal der Abstieg aus Liga zwei. Nach langem Zittern, der Freistellung von Trainer Niels Pfannenschmidt und der Rettung auf der Zielgeraden mit Interimscoach Stephan Just folgte die Rückkehr Rothenpielers.

Zahlreiche Wechsel beim spielenden Personal gab es in den ersten beiden Jahren, im dritten waren es nur noch drei Akteure, mit denen der vorhandene Kader gezielt verstärkt wurde. Schon in der Rückserie der Vorsaison hatte sich die Mannschaft nach dem durchwachsenen Saisonstart mit 29:9 Punkten zu einer der stärksten in der Liga gemausert. Die gleiche Ausbeute in der Hinrunde hätte damals schon zum Aufstieg ausgereicht. In der aktuellen Serie hat sich das Team seine Position auf dem Aufstiegsplatz redlich verdient. Ein Jahr war es saisonübergreifend in eigener Halle ungeschlagen, bis ausgerechnet im Weihnachtsspiel gegen die SG BBM Bietigheim eine 33:36-Niederlage folgte. Mit 26:10 Punkten belegt der ASV Rang zwei. Nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter HSC 2000 Coburg, aber auch nur zwei vor dem Ligadritten Tusem Essen.

Höhepunkte der Vorrunde waren der 27:18-Auftaktsieg in Bietigheim, der 27:22-Erfolg beim TuS N-Lübbecke und – natürlich – das letzte Heimspiel des Jahres gegen den VfL Gummersbach. 9270 Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle machten die Begegnung zu einem prickenden Ereignis, das unter die Haut ging. Dass zudem ein 25:21 der Hammer dabei heraussprang, machte die Hinrunde für das Team und die ASV-Fans perfekt. Dass nun, streng genommen, bereits das sechste Jahr nach Ausrufen des 2-5-1-Mottos läuft, dürfte daher am Ende der Saison niemanden interessieren – sollte es mit dem zweiten Aufstieg in die 1. Bundesliga in der Vereinsgeschichte klappen.

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