Mannschaft des Jahres: Gewaltiger Vorsprung für SK Germania

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Das Meisterfoto: SK Germania Herringen

HAMM - Der Vorsprung war gewaltig. Mehr als dreimal so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte, der Doppelvierer des Ruderclubs Hamm, hatte der SK Germania Herringen am Ende der Auswertung gesammelt – deutlicher und verdienter kann ein Team die Wahl zur Hammer Mannschaft des Jahres bei der Sportlerwahl nicht gewinnen.

Ehrengast: Sven Ottke beendete seine Karriere als Profi-Boxer im Jahr 2004 nach einem WSieg gegen Armand Krajnc – und trat somit als ungeschlagener Weltmeister ab. Sieben Jahre zuvor hatte der am 3. Juni 1967 in Berlin geborene Ottke den Amateurbereich verlassen, dekoriert mit elf deutschen Meistertiteln und unter anderem eine WM-Bronzemedaille 1989 sowie zwei ersten Plätzen bei Europameistertschaften. Die Amateurbilanz Ottkes: 256 Siege, 47 Niederlagen, fünf Unentschieden. Als Profi im Supermittelgewicht erwies sich „Das Phantom“, wie Ottke wegen seiner Defensivkünste genannt wurde, dann als unschlagbar. Er eroberte 1998 den IBF-Weltmeistertitel, verteidigte diesen mehrfach und sicherte sich zusätzlich 2003 auch noch die WBA-Krone.

Das Finale um die Deutsche Rollhockey-Meisterschaft war allerdings nicht ganz so eindeutig gewesen. Nachdem die Herringer die Bundesliga-Saison als Erster abgeschlossen und sich mehr oder weniger durch die Play-offs gewurschtelt hatten, kam es im Endspiel zum Duell mit dem Dauerrivalen ERG Iserlohn. Das erste Match im Sauerland verloren die Germanen mit 2:3, mussten also anschließend unbedingt beide Heimspiele gewinnen, um am Ende nicht wieder mit leeren Händen – wie im Pokalfinale – dazustehen.

Die Herringer ließen entsprechende Taten folgen, siegten zuerst mit 4:1, dann mit 2:1, holten im Tollhaus Glückauf-Halle den ersten deutschen Meistertitel der Vereingeschichte und qualifizierten sich für die European League, die Königsklasse im Rollhockey. Dort setzte es bislang gegen den FC Barcelona, FC Porto und CGC Viareggio zwar in drei Spielen drei Niederlagen, doch zumindest einen Punkt wollen die Germanen in den Rückspielen noch einfahren. Vorher steht aber noch der Bundesliga-Alltag auf dem Programm, wobei das Heimspiel gegen Iserlohn am Samstag alles andere als Alltag ist: Es ist das Aufeinandertreffen der beiden derzeit besten Rollhockey-Mannschaften Deutschlands. Daher feierten die Herringer ihre Wahl zur Mannschaft des Jahres in der Alfred-Fischer -Halle auch eher mit gebremsten Schaum. „Diese Partie gegen Iserlohn ist vorentscheidend um Platz eins in der Bundesliga“, erklärte der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Die Mannschaft ist ungmein auf diese Partie fixiert. Daher werden wir die Feier in der Alfred-Fischer-Halle auch nach einer gewissen Zeit nach dem offiziellen Teil verlassen.“

Platz 2: Ruderclub Hamm

Platz 3: Hammer SC

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