Mannschaft des Jahres: SK Germania Herringen hat weiter Erfolgshunger

Die Spieler des SK Germania Herringen

HAMM - Es ist der zweite Triumph in Folge bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit werden die Rollhockey-Spieler des SK Germania Herringen noch einige Male mehr den Siegerpreis in der Alfred-Fischer-Halle in Empfang nehmen.

Denn das Team aus dem Hammer Westen ist sehr jung, hat noch einen immens großen Erfolgshunger und will noch viele weitere Titel in den kommenden Jahren einfahren. „Uns klares Ziel für 2015 ist es, erneut den Pokal und die Meisterschaft zu gewinnen“, sagt Kapitän Lucas Karschau.

Der Vorsprung beim zweiten Triumph im Rahmen der Hammer Sportgala war erneut beeindruckend. Mit 1623 Stimmen heimsten die Herringer alleine mehr Votings ein als die vier Konkurrenten zusammen. Dies zeigt, dass die Wahl nicht nur überaus eindeutig, sondern auch absolut verdient war. Denn keine andere Hammer Mannschaft hat auf nationaler Ebene ihre Sportart so beherrscht wie der SK Germania. Zuerst hatten sich die Herringer in souveräner Manier den Pokalsieg gesichert. Dem 4:1-Sieg bei der ERG Iserlohn ließen die Germanen einen furiosen 8:1-Erfolg folgen und verwandelten die Glückauf-Sporthalle in ein wahres Tollhaus. „Die Herringer haben Rollhockey wie von einem anderen Stern gespielt“, zeigte sich Bundestrainer Marc Berenbeck beeindruckt.

Zwei Wochen später machte der SKG dann passend zum 100-jährigen Bestehen des Vereins erstmals das Double perfekt. Beim RSC Cronenberg hatte sich das Team von Trainer Detlef Schulz mit 9:2 durchgesetzt, in der Glückauf-Halle mit dem 6:2-Sieg den zweiten Meistertitel in Folge eingefahren. Der Erfolgscoach ließ sich anschließend seinen Schnäuzer abrasieren, ehe er wie angekündigt von seinem Posten zurücktrat und Platz für seinen Nachfolger Hans-Werner „Alfredo“ Meier machte. Und unter der Regie des neuen Trainers eilen die Germanen weiter von Sieg zu Sieg. In der Bundesliga stehen sie mit vier Punkten Vorsprung – fast wie erwartet – an der Tabellenspitze.

Auch auf internationalem Parkett sind die Germanen mittlerweile angekommen. In ihrem zweiten Jahr in der European League haben sie im Heimspiel gegen das portugiesische Team von Juventude de Viana am 22. November ein historisches Ergebnis eingefahren. Denn gegen die Profis von der Atlantikküste gelang den Schützlingen von Alfredo Meier mit dem 8:8 das erste Remis der Vereinsgeschichte in der Königsklasse und zeigten damit, dass der Abstand zu den europäischen Spitzenteams immer mehr verkürzt wird.

Keine Verkürzung gab es allerdings am Gala-Abend in der Alfred-Fischer-Halle. Während die Spieler im Vorjahr noch direkt nach der Ehrung nach Hause gefahren waren, da am nächsten Tag das wichtige Bundesliga-Spiel gegen Iserlohn anstand, durften die Akteure jetzt so lange feiern, wie sie wollten – und wie es sich für eine Mannschaft des Jahres gehört. Die Partie gegen Darmstadt war auf Wunsch der Hessen bereits zu Saisonbeginn ausgetragen worden, so dass der SKG Samstag frei hat.

Das Abstimmungsergebnis:

Mannschaft des Jahres Stimmen gesamt Anteil in Prozent
1. SK Germania Herringen 1643 52,81 %
2. RC Hamm 460 14,97 %
3. SG Handball Hamm (A-Junioren) 443 14,42 %
4. Hammer SC Bogenschützen 406 13,21 %
5. Hammer Footballer 129 4,20 %

Video: Das sind die Top 3-Mannschaften

Der Laudator: Sven Hannawald

Sven Hannawald

Sven Hannawald hat sich seinen Eintrag in die Sportgeschichte mehr als verdient. Im Winter 2001/02 gewann der mittlerweile 40-Jährige als erster und bisher einziger Skispringer alle vier Teilwettbewerbe der Vierschanzentournee in einer Saison. Damit war er der zehnte deutsche Sieger dieses Wettbewerbs. Zudem wurde der 1974 im erzgebirgischen Erlabrunn als Sven Pöhler geborene Hannawald 2002 Olympiasieger mit der Mannschaft und gewann bei Weltmeisterschaften im Skispringen und -fliegen insgesamt vier Goldmedaillen. Am 29. April 2004 wurde bekannt, dass Hannawald an dem Burnout-Syndrom litt und sich zur Behandlung in eine Spezialklinik begeben habe. Im August 2005 verkündete er dann sein Karriere-Ende als Skispringer und begann noch im gleichen Jahr, an Autorennen teilzunehmen. Seit 2013 fährt er für den Rennstall Rowe Racing in einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 die VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

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