Hammer Sportgala

Die Laudatoren 2019: Olympiasieger, Welt- und Europameister

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Die  Laudatoren (von links) Olaf Thon, Uli Stein, Britta Heidemann, Sandra Quellmann und Katrin Rutschow-Stomporowski mit Veranstalter Frank Scharschmidt (2. v. rechts).

Auch in diesem Jahr konnten die Organisatoren wieder große Namen zur Hammer Sportgala locken. Als Laudatoren fungierten zwei Olympiasiegerinnen sowie Welt- und Europameister.

Britta Heidemann  (36) hat als Degenfechterin Sportgeschichte geschrieben. Die aus Köln stammende Heidemann setzte sich im Jahr 2009 mit dem „Golden Triple“ die sportliche Krone auf. Nach dem Weltmeistertitel mit dem Degen 2007 in St. Petersburg folgte der Olympiasieg 2008 in Peking. Mit dem Europameistertitel im bulgarischen Plowdiw 2009 wurde sie zur ersten Degenfechterin der Welt, die alle drei Erfolge nacheinander feierte. Am 2. Februar 2018 gab Heidemann ihr Karriereende bekannt. Aktiv ist sie weiterhin als Kuratoriumsmitglied der Stiftung der Deutschen Fußball Liga (DFL), die sich für sozial Schwache und Benachteiligte sowie deutsche Nachwuchssportler einsetzt. 2016 übernahm Heidemann zudem die Aufgabe der Patin für den Ehrenamtspreis der Stadt Köln.

Olaf Thon  (52), ehemaliger Fußballspieler des FC Schalke 04 und FC Bayern München, feierte am 5. August 1983 sein Debüt für den damaligen Zweitligisten FC Schalke 04. Am 24. August 1984 folgte die erste Partie im deutschen Oberhaus gegen Borussia Mönchengladbach (1:3). Bekannt wurde Thon im Mai des selben Jahres, als ihm gleich drei Treffer im denkwürdigen Halbfinale des DFB-Pokals beim 6:6 gegen seinen späteren Arbeitgeber FC Bayern München gelangen. In seinen insgesamt 449 Bundesliga-Einsätzen erzielte er 82 Tore. Als 52-facher Nationalspieler blickt Thon vor allem gerne auf die Weltmeisterschaft 1990 in Italien zurück, als er den entscheidenden Elfmeter im Halbfinale gegen England verwandelte. Anschließend wurde er Weltmeister. Seit 2015 leitet Thon als offizieller Repräsentant des FC Schalke 04 die Abteilung „Traditionself“.

Uli Stein  (65), ehemaliger deutscher Fußball-Nationalspieler und heutiger Torwarttrainer, begann seine Profikarriere 1976 bei Arminia Bielefeld, bevor er 1980 zum Hamburger SV wechselte. Mit den Norddeutschen errang er seine größten Erfolge: 1982 gewann er die Deutsche Meisterschaft und verteidigte diese ein Jahr später erfolgreich, hinzu kam der Europapokal der Landesmeister im selben Jahr in Athen gegen Juventus Turin. 1988 sorgte er für ein Novum, als er mit dem Team den Titel des DFB-Pokals nach seinem Wechsel vom Hamburger SV zu Eintracht Frankfurt verteidigte. Er war der erste Torwart, dem dies gelang. Steins Nationalmannschaftskarriere endete, nachdem er Teamchef Franz Beckenbauer bei der WM 1986 in Mexiko als „Suppenkasper“ betitelte und vorzeitig abreisen musste. Seit 2014 ist er Markenbotschafter bei Eintracht Frankfurt.

Mark Warnecke (49), Arzt und ehemaliger deutscher Schwimmer, galt als Spezialist für die kurzen Brustschwimm-Strecken. Er wurde 1995 Weltmeister über 100 m Brust und holte dann auf eben dieser Strecke Bronze bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta. Sein größter Erfolg war der Sieg bei den Schwimmweltmeisterschaften 2005 in Montréal, als er im Alter von 35 Jahren auf der 50 m Bruststrecke die Nase vorn hatte. Warnecke wurde somit zum ältesten Weltmeister der Schwimmsport-Geschichte seit 1976. Seinen Erfolg verdankt Warnecke der Abkehr von herkömmlichen Trainingsplänen hin zur Kurzzeitausdauer. Seine Karriere beendete er am 14. April 2007 während der Deutschen Schwimm-Meisterschaften.

Sandra Quellmann (41), Rundfunk- und Fernsehmoderatorin, begann bereits während ihres Studiums der Germanistik, Kulturwissenschaften und Soziologie in Münster ein Praktikum beim Radio Hagen. Nach insgesamt acht Jahren im Hörfunk, von denen sie zwei Jahre in Hamm bei Radio Lippewelle verbrachte, wechselte sie in die Fernsehredaktion von „daheim & unterwegs“ des WDR. Dort war Quellmann erst als Autorin tätig, suchte dann ihren Weg vor die Kameralinse. Am 2. Januar 2008 moderierte sie zum ersten Mal „daheim & unterwegs“, ehe sie sich zusammen mit René le Riche, Stefan Pinnow und Marco Lombardo als feste Größe etablierte. Im Jahr 2017 suchte sie eine neue Herausforderung und moderiert seitdem die WDR Lokalzeit aus Dortmund.

Katrin Rutschow-Stomporowski (44), zweifache Olympiasiegerin im Rudern, machte ihre ersten Züge beim Ruderverein SC Berlin, bevor sie 1997 zum Ruderklub am Wannsee wechselte. Zu Rutschow-Stomporowskis größten Erfolgen gehören die Weltmeistertitel 1994 und 1995 im Doppelvierer sowie im Einer 2001. Den Olymp erklomm sie 2004, als sie in Athen Gold im Einer holte. Für ihre Erfolge wurde Rutschow-Stomporowski am 16. März 2005 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Anstellung als Assistenztrainerin der Bundestrainerin Jutta Lausowie einer Trainer-Stelle beim DRV im Jahr 2008 übernahm sie 2018 das Trainerin-Amt beim Ruderclub Hamm.

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