Sportler des Jahres: Sebastian Schubert feiert fünften Triumph

Hamm - Es ist sicherlich nicht die wichtigste Auszeichnung, die Sebastian Schubert in seiner Karriere gewonnen hat. Doch es ist wahrscheinlich eine der häufigsten, nachdem der 27 Jahre alte Kanu-Slalom-Spezialist zum fünften Mal nach 2006, 2011, 2013 und 2014 Hamms Sportler des Jahres geworden ist.

„Diese Wahl ist definitiv immer wieder etwas Besonderes für mich“, sagt der Sportsoldat. Und vielleicht gibt ihm die erneute Ehrung auch ein wenig Rückenwind für das große Ziel, das er sich für das Jahr 2016 gesteckt hat. Schubert, der seit mittlerweile 19 Jahren für den Kanu-Ring Hamm paddelt, will in diesem Jahr unbedingt zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. Doch der Weg dorthin wird ein harter sein. Lediglich ein deutscher Starter wird im Sommer nach Brasilien reisen und vom 6. bis 11. August um Medaillen kämpfen dürfen. „Ganz klar“, sagt er, „ich habe mir vorgenommen, die Qualifikation für Olympia zu schaffen.“

Daher hatte sich Schubert, der im vergangenen Jahr mit der Mannschaft den Europameistertitel und zwei Deutsche Meisterschaften gewonnen hatte, über Weihnachten nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Ende Januar geht es schon wieder nach Australien in ein vierwöchiges Trainingslager. Denn der Heessener will Anfang April fit sein, wenn die vier Ausscheidungsrennen für Olympia in Augsburg und Markkleeberg anstehen.

Bislang ist ihm eine Teilnahme an den Olympischen Spielen verwehrt geblieben, er durfte immer nur vom heimischen Sofa aus verfolgen, wie die Weltelite um die begehrten Medaillen kämpfte. Dies soll sich nun ändern. Bei den Pre-Olympics, die Ende des vergangenen Jahres bereits im Olympiapark in Deodoro stattfanden, zeigte er sich jedenfalls schon einmal in Bestform, ließ seine nationalen Hauptkonkurrenten Alexander Grimm und Hannes Aigner weit hinter sich und kehrte mit der Silbermedaille nach Hause zurück. Doch seine guten Vorstellungen auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit dem schnellen Gewässer und den vielen kleinen Wellen in Rio de Janeiro nützen ihm bei der anvisierten Rückkehr nach Brasilien wenig. Einzig und allein die Rennen Anfang April entscheiden darüber, welcher Fahrer die deutschen Farben bei der nur alle vier Jahre stattfindenden Großveranstaltung vertreten darf. „Ich will da auf jeden Fall wieder hin“, betont Schubert.

Und sollte ihm das gelingen, dann spräche einiges dafür, dass er in einem Jahr bei der Sportgala wieder ganz oben auf dem Podest stehen und erneut Hamms Sportler des Jahres werden würde.

Der Laudator: Christian Schwarzer

Christian Schwarzer

Christian Schwarzer bestritt insgesamt 318 Länderspiele für die deutsche Handball-Nationalmannschaft und erzielte 965 Tore. Unvergessen sind dabei vor allem seine Auftritte bei der WM 2007. Er kommentierte die ersten beiden Spiele der Vorrunde als Experte für das ZDF. Aufgrund einer Wadenverletzung von Andrej Klimovets wurde er jedoch während der WM nachnominiert und lief mit der Rückennummer 41 auf, die er sich von seinem Freund, Basketball-Star Dirk Nowitzki, „geliehen“ hatte. Und so war er Teil der Nationalmannschaft, die am 4. Februar 2007 Weltmeister wurde. Seit Oktober 2011 ist Schwarzer Bundestrainer der Junioren des Deutschen Handball-Bundes.

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