"Einzigartig": Volleyball-Coach Peter Wolle ist Trainer des Jahres

Volleyball in Hamm ohne Peter Wolle? Das ist undenkbar.

Daher war seine Wahl zum Trainer des Jahres nur eine logische Folge seiner jahrzehntelangen Arbeit beim SLC Bockum-Hövel und auch im Schulsport.

Wie wichtig das Engagement von Wolle für den Volleyball-Sport ist, machte die ehemalige deutsche Nationalspielerin Julia Schlecht in ihrer Laudatio mehr als deutlich. Der Coach hatte sie von 1994 bis 1998 auf ihrem Weg zum Leistungssport begleitet, als sie Mitglied der NRW-Auswahl war. „Es entwickelte sich ein einzigartiges Vertrauensverhältnis zwischen Mannschaft und Trainer, wie ich es so nie wieder erlebt habe“, betonte die vom RC Sorpesee stammende Akteurin, die später 111 Länderspiele in der deutschen Nationalmannschaft bestritt, die die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2003 in Ankara gewann und die 2004 an den Olympischen Spielen in Athen teilnahm. Vor allem zwei Eigenschaften sind Schlecht dabei in Erinnerung geblieben. „Peter ist ein Trainer, der es immer schafft, aus schwierigen Situationen den Druck rauszunehmen und das Optimum rauszuholen“, sagte Schlecht.

„Und Peter ist ein Trainer, der sich für jeden einzelnen sehr einsetzt. Er sieht immer auch den Menschen und nicht nur den Spieler oder das Talent. Gerade im Bereich Leistungssport ist diese Eigenschaft sicher nicht selbstverständlich, sondern eher außergewöhnlich.“

Schlecht erinnerte zudem daran, dass Wolle bereits 1994 ein Handy besessen habe – zum Glück für Jonas Reckermann, den Beach-Volleyball-Olympiasieger von 2012. „Wir haben Jonas mal bei einer Busreise auf dem Rastplatz vergessen. Er konnte sich dann aus der Telefonzelle bei Peter direkt melden“, wusste eine lachende Schlecht zu berichten.

Wolle erhielt neben der Auszeichnung „Trainer des Jahres“ auch noch 1 000 Euro – gestiftet vom St. Marienhospital Hamm –, um den Volleyballsport mit und in den Schulen weiter zu fördern und auszubauen.

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