EM in Rotterdam

Zwei deutsche Chancen beim Abschluss der Pferdesport-EM

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Der deutsche Reiter Daniel Deußer hat Chancen auf eine Medaille. Foto: Rolf Vennenbernd

Zwei deutsche Starter haben bei der EM der Springreiter noch die Chance auf eine Medaille. Beide sind auf Fehler der Konkurrenz angewiesen. Können sie trotzdem eine Aufholjagd starten?

Rotterdam (dpa) - In zwei schweren Runden wird an diesem Sonntag (13.00 Uhr) das Finale der Springreiter-Europameisterschaft in Rotterdam entschieden.

Bundestrainer Otto Becker hat daher noch Hoffnung auf eine weitere EM-Medaille. "Da passiert noch einiges", sagte der Coach: "Das ist noch in Reichweite. So wie unsere Pferde bisher gesprungen sind, haben sie noch die Chance, nach vorne zu kommen."

Voraussetzung für Medaillen sind fehlerfreie Runden des auf Platz sieben liegenden Daniel Deußer mit Tobago und von Simone Blum, die mit Alice Achte ist. Und sie müssen auch auf die Fehler der Konkurrenz hoffen.

Es führt der Brite Ben Maher mit Explosion vor dem Belgier Jos Verlooy mit Igor und dem Schweizer Martin Fuchs mit Clooney. "Ben war schon vorher mein Favorit", sagte Deußer über Maher, den 36 Jahre alten Team-Olympiasieger von London. "Er reitet uns schon seit Wochen vor der Nase rum."

Je ein Fehler in der letzten Runde des Teamwettbewerbs am Freitag verhinderte bei Deußer und Blum eine bessere Startposition. "Am Sonntag wird man sehen, wie teuer das war", sagte Deußer, der sich vorgenommen hat, "noch zwei Mal null zu reiten".

Christian Ahlmann verzichtet freiwillig auf einen Start im Einzelfinale. Sein zehnjähriges Pferd Clintrexo soll für zukünftige Aufgaben geschont werden. Die Nullrunde beim Gewinn der Silbermedaille mit der Mannschaft am Freitag sei "ein schöner Abschluss" gewesen, sagte Becker.

Als 14. der Einzelwertung hätte Ahlmann nur noch eine sehr geringe Chance auf eine Medaille gehabt. Marcus Ehning startet trotzdem. Der Reiter aus Borken rückte durch den Verzicht seines Kollegen mit Comme Il Faut von Platz 15 auf 14 vor.

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