"Super cool"

Zimmermann gewinnt Gesamtweltcup

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Lisa Zimmermann.

Köln - In Sotschi war Lisa Zimmermann noch deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, jetzt hat die erst 18 Jahre alte Ski-Freestylerin als erste Deutsche den Slopestyle-Weltcup gewonnen.

Lisa Zimmermann klopfte dreimal auf die kleine Kristallkugel in ihrem Arm, dann hüpfte die 18-Jährige mit einem breiten Lächeln vom Siegerpodest. Nur sechs Wochen nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen hat die Ski-Freestylerin am Samstag als erste Deutsche den Slopestyle-Weltcup gewonnen und den größten Erfolg ihrer jungen Karriere gefeiert. „Ich fühle mich super cool“, sagte der Teenager aus Bad Aibling nach der Triumphfahrt im schweizerischen Silvaplana.

Der zweite Weltcup-Sieg in Folge, gleichzeitig der zweite ihrer Karriere, sicherte Zimmermann mit deutlichem Vorsprung den Gewinn der Gesamtwertung. Mit 305 Zählern lag die Deutsche unangefochten vor der Schwedin Emma Dahlström (196). „Alls ist perfekt gelaufen, ich bin einfach nur glücklich. Es könnte mir nicht besser gehen“, sagte Zimmermann, die zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Podest stand.

Auch in Sotschi hatte die damals noch 17-Jährige zu den Medaillenhoffnungen gezählt, nach einem Sturz im ersten und Problemen bei der Landung im zweiten Durchgang aber als 14. den Sprung ins Finale der besten Zwölf knapp verpasst. Eine Enttäuschung, die Zimmermann in Russland betont locker nahm. Nach dem Sieg in Silvaplana war ihr die Erleichterung dennoch anzusehen. „Ich fühle mich großartig“, sagte die Siegerin immer wieder.

Entscheidend war in der schweizerischen Wunderwelt wieder einmal der zweite Durchgang. Mit 83,40 Punkten verwies sie die Schwedin Dahlström (78,20) und Lokalmatadorin Camillia Berra (72,40) auf die Plätze, Sabrina Cakmakli (München) wurde Fünfte.

Für Zimmermann war es der zweite Weltcup-Erfolg seit dem Start ihrer Profikarriere im Februar 2013. Auch ihr Debüt hatte sie in Silvaplana gefeiert und damals mit Rang 18 bereits die ersten Punkte gesammelt. Ihren ersten Sieg hatte die gebürtige Nürnbergerin erst im Januar beim Wettbewerb in Gstaad (Schweiz) erreicht.

Olympiasiegerin Dara Howell (Kanada) fehlte dagegen beim Weltcup-Finale in Silvaplana und gab so bei vorher nur 25 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung auch ihre Chancen auf den Gewinn der kleinen Kristallkugel her.

Im Männer-Wettbewerb sicherte sich der Schwede Jesper Tjader mit 90,80 Punkten den Sieg und ebenfalls den Gesamt-Weltcup im Slopestyle. Zweiter in Silvaplana wurde der Amerikaner Noah Wallace (83,60) vor dem Norweger Christian Nummedal (81,20).

sid

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