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Porsche vor Formel-1-Einstieg bei Red Bull – Vettel-Comeback plötzlich möglich?

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Von: Christoph Klaucke

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Porsche steht kurz vor einem Einstieg in die Formel 1 bei Red Bull. Lässt sich Sebastian Vettel nach seinem Rücktritt zum Comeback überreden?

Stuttgart – Die Formel 1 verändert sich rasend schnell. Fahrer gehen, Fahrer kommen. Mit Sebastian Vettel hat der erfolgreichste deutsche Rennfahrer nach Rekordweltmeister Michael Schumacher seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Auch bei den F1-Regeln ist regelmäßig Feintuning angesagt. Und schon bald geht ein neues Team in der Königsklasse des Motorsports an den Start. Porsche steigt als Motorenpartner bei Red Bull ein – der Deal, der sich seit Monaten anbahnt, ist so gut wie fix.

Formel 1: Porsche übernimmt wohl 50 Prozent von Red Bull

Porsche will ab der Saison 2026 gemeinsame Sache mit Red Bull machen. Das bestätigen veröffentlichte Dokumente der Kartellbehörde aus Marokko. Demnach übernimmt die VW-Tochter 50 Prozent der Anteile. Es wäre eine Formel-1-Sensation!

Die Unterlagen tauchten offenbar nur deshalb in Marokko auf, weil die Stuttgarter Luxusmarke und der Brausehersteller ihren Deal den Behörden melden mussten. Und zwar nicht nur in Europa, sondern auch in 20 Ländern außerhalb der Europäischen Union.

Deutsche Teams in der Formel 1: Folgt auf Porsche auch Audi?

Die Partnerschaft zwischen Porsche und Red Bull sollte eigentlich bereits vor drei Wochen beim Heimrennen der Österreicher in Spielberg bekanntgegeben werden. Allerdings ist das Motorenreglement ab 2026 noch nicht endgültig beschlossen. Deshalb will Porsche den Formel-1-Einstieg noch nicht offiziell machen, auch um eine bessere Verhandlungsposition gegenüber dem Weltverband FIA zu haben.

In einer ähnlichen Situation befindet sich Audi. Die VW-Tochter will ebenfalls in der Formel 1 mitmischen. Die Ingolstädter haben sich als zukünftigen Partner das frühere Sauber-Team Alfa Romeo ausgesucht. Die Verhandlungen sind zwar schon angelaufen, eine Einigung ist aber noch nicht in Sicht, da Audi das komplette Team kaufen möchte.

Sebastian Vettel wurde mit Red Bull viermal Formel-1-Weltmeister.
Sebastian Vettel wurde mit Red Bull viermal Formel-1-Weltmeister. © Jens Büttner/dpa

Porsche in der Formel 1: Vettel-Comeback unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen

Mit dem F1-Einstieg von Porsche und wahrscheinlich Audi könnte sich auch für Sebastian Vettel plötzlich eine ganz neue Perspektive eröffnen. Ein deutscher Fahrer bei einem deutschen Team hätte sicherlich seinen Charme für alle Romantiker. Wer Vettel in seinem Gänsehaut-Video jedoch genau zugehört hat, dürfte wissen, dass ein Comeback nahezu ausgeschlossen ist.

Allerdings soll die Formel 1 ab 2026 nachhaltiger werden, die Motoren beispielsweise rund 50 Prozent elektrisch betrieben werden – ganz nach dem Geschmack von Klimaaktivist Vettel, der mit Red Bull vier WM-Titel holte. Und wer weiß: In der Formel 1 sollte man niemals „Nie“ sagen. Michael Schumacher kehrte 2010 vier Jahre nach dem Ende seiner Ferrari-Ära zurück und fuhr drei Saisons für Mercedes. Bei seinem Comeback war Schumi 41, Vettel ist gerade einmal 35 Jahre alt. (ck)

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