Tennisprofi aus Warstein will sich Gang vor Gericht sparen

Struff erteilt Ex-Trainerin Auskunft über Einnahmen des Jahres 2017

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Vor dem Oberlandesgericht: Jan-Lennard Struff (r.) mit seinen Eltern Martina und Dieter.

Warstein/Antwerpen - Befreit von Gedanken an jährliche Verfahren vor dem Landgericht Arnsberg möchte der Warsteiner Profi Jan-Lennard Struff seine Tenniskarriere in den kommenden Jahren fortsetzen.

Aus diesem Grund hat er sich nach Beratung durch seinen Rechtsanwalt Rüdiger Brüggemann dazu entschlossen, den Auskunftsanspruch seiner Ex-Trainerin Ute Strakerjahn anzuerkennen und ihr seine Einkünfte für das Jahr 2017 offenzulegen – in der Hoffnung, dass es so in der kommenden Woche nicht zum mündlichen Verhandlungstermin kommen wird. 

„Konsequenterweise erteilen wir der Gegenseite noch heute Auskunft über Herrn Struffs Einkünfte in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017. Im Hinblick hierauf gehen wir davon aus, dass die Gegenseite die sog. Auskunftsstufe des Klageverfahrens für erledigt erklärt, so dass der Termin am kommenden Freitag aufgehoben werden kann“, heißt es in der von Rechtsanwalt Rüdiger Brüggemann Freitagnachmittag versandten Pressemitteilung. 

Weiter schreibt er darin: „Rechtsstreitigkeiten kosten Zeit, Geld und Nerven. Jan-Lennard Struff möchte seine Energie darauf nicht länger verschwenden und sich stattdessen auf seine sportliche Karriere konzentrieren. Im Hinblick darauf hat er sich entschlossen, Frau Strakerjahns Auskunftsanspruch anzuerkennen.“ 

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Diesen Anspruch wollte die Tennistrainerin vor dem Landgericht durchsetzen. „Nach Auskunftserteilung soll das Gericht dann die ihr zustehenden Zahlungsansprüche titulieren, dies allerdings zu einem späteren Zeitpunkt“, schreibt Brüggemann. 

Der 28-jährige Tennisprofi war vom Oberlandesgericht Hamm dazu verurteilt worden, seiner ehemaligen Trainerin 274 560 Euro aus vertraglichen Vereinbarungen an Preisgeldern und Werbeeinnahmen für die Zeit bis 2016 zu bezahlen. 

Gleichzeitig war die Nachlaufklausel des Vertrags bis 2022 für gültig erklärt worden, so dass Struff bis zu diesem Zeitpunkt seine Einkünfte offenlegen muss. Und das will er nun auf Anraten seines Anwalts freiwillig und nicht auf richterliche Anordnung tun. 

Noch keine Einigung gibt es bei einem letzten strittigen Betrag aus dem Jahr 2016. Strakerjahn-Anwalt Christian Niedzwicki hatte für Zwangsvollstreckungskosten 8 000 Euro geltend gemacht, Brüggemann errechnete dagegen nur 3 000 Euro. „Da liegt der Ball im Moment im Spielfeld Strakerjahn“, wartet Rüdiger Brüggemann hier auf eine Reaktion der Gegenseite.

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