Russin Tuktamyschewa Eiskunstlauf-Weltmeisterin

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Elisaweta Tuktamyschewa (M), die zweitplatzierte Satoko Miyahara und die Dritte, Elena Radionowa. Foto: Tatyana Zenkovich

Shanghai (dpa) - Nach dem EM-Titel hat sich die 18-jährige Russin Elisaweta Tuktamyschewa auch die Goldmedaille bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften gesichert.

Die St. Petersburgerin gewann am Samstag in Shanghai mit 210,36 Punkten souverän vor der Japanerin Satoko Miyahara (193,60) und ihrer Teamkameradin Jelena Radionowa (191,47). Nicole Schott aus Essen beendete ihre internationale Premiere auf dem 23. Platz. "Ich war immerhin im Finale, das war vorher mein Ziel", sagte die 18-Jährige.

In der Romeo-und-Julia-Kür vor 17 000 Zuschauern im ausverkauften Oriental Sports Center konnte die Gymnasiastin als erste Starterin die Nervosität nicht ablegen. Nach einem Sturz beim dreifachen Toeloop erhielt sie nur 127,56 Punkte. An der Müdigkeit lag es nicht, auch wenn sie um fünf Uhr aufstehen musste, um sechs trainierte und schon um zehn Uhr morgens ihren Auftritt hatte. "Es war meine erste WM, da passieren Fehler", tröstete sie sich.

Und Trainer Michael Huth, der einst die Italienerin Carolina Kostner zum WM-Titel führte, zeigte sich zumindest zufrieden mit Schotts Vorbereitung: "80 Prozent der Trainingsleistung war sehr überzeugend, da weiß man, was man in Zukunft erwarten kann."

Ihre Formkrise hat dagegen Tuktamyschewa überstanden. Nach den verpassten Winterspielen in Sotschi ist die Schülerin des Pluschenko-Coaches Alexej Mischin besser als je zuvor. "Das letzte Jahr war hart für mich, aber mein Trainer hat an mich geglaubt", sagte die Top-Springerin. In der orientalischen Kür verzichtete sie allerdings auf den dreifachen Axel, den sie im Kurzprogramm zeigte.

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