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Red-Bull-Chef greift Mercedes an - „Bouncing“ sei hausgemacht

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Von: Stefan Schmid

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Die Forderungen nach einer Regeländerung durch die FIA werden immer lauter. Nun schießt Red-Bull-Chef Christian Horner scharf in Richtung Mercedes.

München - Die „Bouncing-Problematik“ mit den Rennwagen in der Formel 1 bleibt weiterhin das bestimmende Thema. Zuletzt äußerten sich immer mehr Akteure negativ über das „Gehoppel“ und der Ruf nach einer Regeländerung durch die FIA wurde laut. Nun schert einer aus dem allgemeinen Gejammere aus. Der Teamchef von Red-Bull-Racing - Christian Horner - fordert Härte gegenüber Mercedes und wittert Taktik-Spielchen vom Rivalen.

Christian Horner
Red-Bull-Teamchef Christian Horner schießt gegen Mercedes. © Georg Hochmuth/APA/dpa

Streit zwischen Red-Bull und Mercedes droht in die nächste Runde zu gehen

Die Wogen nach dem vergangenen Saisonfinale in der Formel 1 - inklusive öffentlichen Schlagabtausch - zwischen Red-Bull-Racing und Mercedes schienen geglättet, doch jetzt droht neuer Ärger. Grund dafür sind die Forderungen nach einem regulatorischen Eingriff der Technik-Kommission der FIA, der das für die Fahrer so schmerzhafte „Bouncing“ verhindern soll. In Baku konnte Lewis Hamilton seinen Boliden sogar nur mit Hilfe eines Crew-Mitglieds verlassen.

Ein Eingriff in der Regeln kommt für Christian Horner - Teamchef von Red-Bull-Racing - gar nicht in Frage. „Es wäre unfair, jetzt diejenigen zu bestrafen, die einen guten Job gemacht haben, gegenüber denen, die das Ziel vielleicht leicht verfehlt haben“, wird der Teamchef von sport1 zitiert. Die Botschaft ist klar: Mercedes sei für seine Probleme selbst verantwortlich und eine Regeländerung solle die Probleme lösen, zu denen das Mercedes Technik-Team nicht im Stande sei.

Belehrungen für Mercedes - Horner gibt den Konkurrenten Tipps

Christian Horner will sich aber keinesfalls missverstanden fühlen, denn man solle „nie ein unsicheres Auto fahren. Aber das ist mehr eine Aufgabe für die Techniker [...]“. Und genau diesen Technikern von Mercedes gibt Horner einen Tipp mit auf den Weg, der vielmehr als Spitze gedacht sein wird: „Man kann immer einen dickeren Boden ans Auto schrauben, wenn man das will. Und wie hoch man das Auto fährt, kann man doch auch selbst entscheiden, oder? Das wäre mal die erste und einfachste Lösung.“

Man kann immer einen dickeren Boden ans Auto schrauben, wenn man das will.

Christian Horner, Teamchef von Red-Bull-Racing in Richtung des Mercedes-Teams

Naturgemäß hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff eine etwas andere Sicht auf die Dinge. „Alles hängt mit der aerodynamischen Performance des Unterbodens zusammen“, ist die Schlussfolgerung von Wolff. Eine Argumentation, die in Richtung eines Eingreifens der Technik-Kommission der FIA abzielt.

Neben Vettel fordert auch ein Red-Bull-Pilot öffentlich eine Regeländerung

Es ist aber nicht so, dass nur Mercedes von dem Problem der „hoppelnden“ Autos betroffen ist. Sebastian Vettel - auch in Themen abseits der Formel 1 meinungsstark - sprang Lewis Hamilton bei und fordert ein Eingreifen durch die FIA: „Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt vier Jahre so durch die Gegend fahren.“

Sebastian Vettel
Sagt klar seine Meinung: Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel. © Daniel Cole/AP/dpa

Auch Pierre Gasly von AlphaTauri - Juniorenteam von Red-Bull-Racing - beschwert sich öffentlich über das Setting der Rennwagen in dieser Saison. „Ich setze meine Gesundheit für Performance aufs Spiel“, stellt der Franzose klar. Zwar ein Hinweis, dass die Teams durchaus mit der Einstellung der Wagen etwas ändern können, aber auch eine Anklage aus den eigenen Reihen, auf die Christian Horner verzichten könnte. (sch)

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