Tscheche stiehlt ihm die Show

Zehnkampf: Kanadier stellt neuen Olympia-Rekord auf - aber alle schauen in anderes Gesicht

Damian Warner jubelt über seinen Olympiasieg im Zehnkampf.
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Damian Warner war im Zehnkampf nicht zu schlagen.

Der Kanadier Damian Warner deklassierte die Konkurrenz im Zehnkampf. Er holte sich samt olympischem Rekord souverän Gold. Doch ein Tscheche stahl ihm die Show.

Tokio - Damian Warner ist der neue König der Athleten! Im Zehnkampf bei Olympia* war gegen den 31-jährigen Kanadier kein Kraut gewachsen. Mit 9018 Punkten stellte Warner einen neuen Olympia-Rekord auf.

„Das ist verrückt. Seit ich ein Kind war, habe ich davon geträumt, eine Goldmedaille bei Olympia zu gewinnen“, sagte er entkräftet nach dem abschließenden 1500-Meter-Lauf. Die Augen der Zuschauer wanderten während des zwei Tage dauernden Wettkampfs aber immer wieder zu einem der Konkurrenten Warners: Adam Sebastian Helcelet aus Tschechien.

Olympia: Zehnkampf-Athlet sorgt für Begeisterung - „Der Schnauzer ist ein Kunstwerk“

Mit den Medaillen* hatte der 29-Jährige zwar nichts zu tun, allerdings beeindruckte er mit seinem gigantischen Schnurrbart, den er sich offenbar extra für den großen Auftritt bei Olympia hat gedeihen lassen. Viele Männer können wohl von solch einem Bartwuchs nur träumen.

Adam Sebastian Helcelet begeisterte das Publikum mit seinem perfekt gezwirbelten Schnauzer.

Helcelet wurde am Ende 16., für die Fans war er Sieger der Herzen. „Für den Schnubbi hat er jetzt schon Gold verdient“, schreibt ein User bei Twitter. „Der Schnauzer ist ein Kunstwerk“, gibt ihm ein zweiter Recht.

Olympia: Tschechischer Zehnkämpfer zeigt Riesen-Schnurrbart - „Meine Freunde hassen ihn“

Dass seine Gesichtsbehaarung großen Anklang findet, bemerkte Helcelet dann auch selbst und lüftete das Geheimnis. „2018 hat unser Land das 100-jährige Jubiläum als Republik gefeiert. Also wollte ich meinen Schnurrbart so wachsen lassen, wie die Leute ihn damals getragen haben“, erklärte er. Die Zeitreise ist dem Zehnkämpfer gelungen - doch sie hatte ihren Preis. „Meine Freunde hassen ihn, aber ich liebe ihn!“, scherzt er.

Video: Weltmeister Kaul trauert um verpasste Medaillenchance

Für die deutschen Zehnkämpfer verliefen die Spiele enttäuschend. Weltmeister und Medaillen-Mitfavorit Niklas Kaul verletzte sich beim 400-Meter-Lauf und musste den Wettkampf abbrechen. Routinier Kai Kazmirek belegte am Ende den 14. Rang mit 8126 Punkten. Im Siebenkampf der Damen schaffte es Carolin Schäfer in die Top Ten und wurde Siebte. Bei den Schwimmern gab es Grund zu jubeln: Florian Wellbrock triuphierte in einer Extrem-Disziplin.

Aufregung gab es in Tokio auch um einen Chauffeur, der Fahrerflucht beging. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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