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Entscheidung im Djokovic-Krimi gefallen! Tennis-Star muss Australien verlassen - zuvor äußert er sich

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Novak Djokovic will unbedingt bei den Australian Open antreten - obwohl er nicht geimpft ist.
Novak Djokovic will unbedingt bei den Australian Open antreten - obwohl er nicht geimpft ist. © William West/AFP

Das Tennis-Drama in Australien ist vorerst beendet. Novak Djokovic darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss ausreisen. Der News-Ticker.

Update vom 17. Januar, 9.15 Uhr: Novak Djokovic zieht nach dem Urteil des Bundesgerichts von Australien offenbar keine weiteren juristischen Schritte in Erwägung. Er respektiere die Entscheidung des Gerichts und werde mit den entsprechenden Autoritäten kooperieren, was seine Abreise aus Australien betreffe, teilte der Weltranglisten-Erste in einer Stellungnahme mit, aus der am Sonntag mehrere Medien zitierten.

Kurz zuvor hatte das Bundesgericht den Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt. Damit darf der Titelverteidiger und Rekordsieger nicht an den am Montag beginnenden Australian Open in Melbourne teilnehmen und muss ausreisen. „Ich bin extrem enttäuscht über die Entscheidung“, teilte Djokovic mit. Der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger hat die Australian Open bereits neunmal gewonnen.

„Ich fühle mich unwohl, dass ich der Fokus der vergangenen Wochen gewesen bin, und ich hoffe, dass wir uns nun alle auf das Spiel und das Turnier, das ich liebe, konzentrieren können“, so Djokovic. Er werde sich nun ein bisschen Zeit nehmen, sich zu erholen, bevor er darüber hinaus weitere Kommentare abgebe. Einem Bericht der Nachrichtenagentur AAP zufolge wäre eine Berufung vor dem High Court, dem höchsten Gericht Australiens, möglich gewesen. Die Erfolgschancen waren aber ohnehin gering.

Djokovic-Hammer! Tennis-Star darf nicht an Australian Open teilnehmen

Update vom 16. Januar, 8.01 Uhr: Novak Djokovic darf nicht an den Australian Open teilnehmen und muss ausreisen. Wie das Bundesgericht in Australien am Sonntag entschied, wurde der Einspruch des serbischen Tennisprofis gegen seine verweigerte Einreise und die Annullierung des Visums abgelehnt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, hieß es in der Bekanntgabe der drei Richter James Allsop, Anthony Besanko und David O‘Callaghan. Die Begründung solle frühestens am Montag erfolgen.

Gegen das Urteil können beide Seiten vor dem Bundesgericht keine Rechtsmittel einlegen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur AAP zufolge ist eine Berufung vor dem High Court, dem höchsten Gericht Australiens, möglich. Die Erfolgschancen seien aber gering. Damit kann der 34 Jahre alte Djokovic seinen Titel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne nicht verteidigen. 

Die Sitzung hatte gegen 9.30 Uhr (Ortszeit) begonnen. Um kurz vor 18.00 Uhr Ortszeit wurde die Entscheidung bekannt. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete, hatte Djokovic die Sitzung aus dem Büro seiner Anwälte in Melbourne verfolgt. Die Nacht vor der Verhandlung beim Bundesgericht hatte der Rekordsieger der Australian Open in einem Abschiebehotel verbracht. 

Update vom 15. Januar, 10.20 Uhr: Die Anhörung des Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic vor dem Bundesgericht in Australien soll am Sonntag vor drei Richtern stattfinden. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP am Samstag schrieb, wird der Fall des 34 Jahre alten Serben am Federal Court of Australia ab 9.30 Uhr vom Vorsitzenden Richter James Allsop sowie dessen Kollegen Anthony Besanko und David O‘Callaghan verhandelt.

Das Bundesgericht soll Klarheit schaffen, ob Djokovic an den am Montag beginnenden Australian Open teilnehmen darf oder ausreisen muss. Dem Bericht zufolge können nach einer Entscheidung durch drei Richter keine Rechtsmittel mehr gegen das Urteil eingelegt werden. Mit einer kurzen verfahrensrechtlichen Anhörung vor Richter O‘Callaghan war der Fall zur Visums-Frage am Samstag fortgesetzt worden.

Nachdem die Behörden dem nicht gegen Corona geimpften Djokovic die Einreise in der vorigen Woche verweigert hatten, hatte er mehrere Nächte im Park Hotel im Melbourner Stadtteil Carlton verbracht. Die erste Gerichtsentscheidung am Montag war zu seinen Gunsten ausgefallen, Djokovic hatte daraufhin die Vorbereitung auf das erste Grand-Slam-Turnier der Saison fortgesetzt. Am Freitag war sein Visum in einer persönlichen Entscheidung von Einwanderungsminister Alex Hawke ein zweites Mal für ungültig erklärt worden. Am Samstag wurde Djokovic wieder in das Abschiebehotel gebracht, wie australische Medien berichteten. Es ist wahrscheinlich, dass er über Nacht bis zur Anhörung am Sonntag dort bleiben muss.

Novak Djokovic: Deutschlands Tennis-Ass Zverev schaltet sich in Corona-Drama ein

Update vom 15. Januar, 8.35 Uhr: Im Einreise-Streit um Novak Djokovic hat Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev Partei für den serbischen Topstar ergriffen und sich für dessen Teilnahme an den Australian Open ausgesprochen. „Ich denke, es ist nicht sehr fair für eine Person, hier herzukommen und nicht spielen zu können“, sagte der 24-jährige Hamburger in Melbourne. „Die australische Regierung und die Regierung Victorias hätten sich im Voraus im Klaren darüber sein müssen, was passieren wird.“

Der Start des serbischen Titelverteidigers Djokovic beim am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier ist weiter fraglich. Ein Bundesgericht in Melbourne wird sich am Sonntag mit dem Einspruch des 34-Jährigen befassen. Einwanderungsminister Alex Hawke hatte am Freitag das Visum des Weltranglisten-Ersten für ungültig erklärt und auch mit dem öffentlichen Interesse begründet. Djokovic ist mit neun Titeln Rekordsieger der Australian Open. „Ich weiß nicht genug über die Situation, aber ich denke, wenn es nicht Novak Djokovic wäre, der Weltranglistenerste mit 20 Grand-Slam-Titeln, all das, dann wäre es nicht so ein großes Drama“, sagte Zverev.

Angesichts der hohen Corona-Zahlen in Melbourne schränkt sich Zverev bei den Australian Open stark ein. Er gehe - abgesehen vom Training - nirgendwo mehr hin, sagte Zverev. „Ich gehe kein Risiko ein. Ich möchte das Turnier so gut wie möglich spielen.“ Für den australischen Bundesstaat Victoria wurden am Samstag gut 25.000 neue Fälle gemeldet. Zverev bekommt es in der ersten Runde am Montag in einem deutschen Duell mit Außenseiter Daniel Altmaier aus Kempen zu tun.

Novak Djokovic vor Australian Open erneut im Abschiebe-Hotel

Update vom 15. Januar, 07.07 Uhr: Der von der Abschiebung aus Australien bedrohte serbische Tennisprofi Novak Djokovic ist erneut in Gewahrsam. Das berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP am Samstag. Es ist demnach wohl wahrscheinlich, dass der 34-jährige Weltranglistenerste sogar über Nacht in Gewahrsam bleiben muss. Eine Anhörung vor Gericht ist für Sonntagmorgen anberaumt.

Dem Tennis-Topstar war am Freitag zum zweiten Mal das Visum aberkannt worden. Djokovic ist nicht gegen das Coronavirus geimpft und deswegen eine umstrittene Person in dem Land, das seit Beginn der Pandemie harte Regeln aufgestellt hat. Vergangene Woche war ihm dann von den Behörden die Einreise verweigert worden, er wurde in ein Abschiebehotel gebracht.

Das Bundesgericht soll nun Klarheit in der Frage bringen, ob der Titelverteidiger und Rekordsieger an den Australian Open teilnehmen darf. Das erste Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison beginnt am Montag in Melbourne, Djokovic würde gleich am ersten Tag der zweiwöchigen Veranstaltung seine Erstrundenpartie bestreiten.

Update vom 14. Januar, 13.45 Uhr: Sollte Novak Djokovic mit seinem angekündigten Einspruch gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien am Sonntag Erfolg haben, bliebe ihm kaum Zeit zum Durchschnaufen. Schon am Montag müsste der Weltranglistenerste sein Erstrundenspiel beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic bestreiten. Wie der Veranstalter am Freitag ankündigte, werde die erste Hälfte der Setzliste bei den Männern und Frauen ihre Spiele am Montag bestreitet. Titelverteidiger Djokovic ist an Nummer eins gesetzt.

Entscheidung über Fall Djokovic wohl am Sonntag

Update vom 14. Januar, 12.13 Uhr: Tennisstar Novak Djokovic wird wie erwartet Einspruch gegen das von den australischen Behörden erneut entzogene Visum einlegen, um eine Ausweisung zu verhindern. Das bestätigte dessen Anwalt Nick Wood in einer kurzfristig angesetzten Online-Anhörung in Melbourne am späten Mittwochabend (Ortszeit).

Am Samstagmorgen (8.00 Uhr Ortszeit/Freitag, 22.00 Uhr MEZ) soll Djokovic zu einer Befragung vor den Einwanderungsbehörden erscheinen. Bis dahin will die Regierung von einer erneuten Festsetzung des Serben absehen. Eine gerichtliche Entscheidung in dem Fall soll am Sonntag fallen.

Australian Open: Anwalt von Djokovic will Einspruch einlegen

Update vom 14. Januar, 11.44 Uhr: Tennis-Star Novak Djokovic will gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien Einspruch einlegen. Das kündigte sein Anwalt Nicholas Wood bei einer Anhörung vor Gericht in Melbourne an. Noch im Laufe des Abends wolle die Djokovic-Seite den Antrag einreichen, um keine Zeit zu verlieren. „Jede Minute, bevor das Turnier am Montag beginnt, ist kostbar“, sagte Wood bei der Anhörung vor Richter Anthony Kelly.

Erstmeldung: Erneute Wende im Fall Djokovic? Kurzfristige Anhörung

Melbourne/München - Gibt es eine erneute Wende im Fall Novak Djokovic? Dem Tennis-Star ist von den australischen Behörden zwar erneut das Visum entzogen worden, wie Einwanderungsminister Alex Hawke am Freitag bekannt gab. Doch für 20.45 Uhr Ortszeit (10.45 Uhr MEZ) wurde kurzfristig eine Anhörung vor Gericht in Melbourne angesetzt. Dies gab der Federal Circuit and Family Court of Australia per Twitter bekannt.

Djokovic droht ein dreijähriges Einreiseverbot nach Australien

Schlägt der Einspruch des serbischen Tennisstars fehl, muss er das Land verlassen und kann seinen Titel bei den am Montag beginnenden Australian Open nicht verteidigen. Zudem droht Djokovic auch ein dreijähriges Einreiseverbot nach Australien.

Hawke machte bei der Entscheidung von seinem persönlichen Recht als Einwanderungsminister Gebrauch. Er habe aus Gründen der Gesundheit und des öffentlichen Interesses gehandelt, wie es in einem Statement hieß.

Auch Premierminister Scott Morrison verteidigte die Entscheidung. "Die Australier haben während dieser Pandemie viele Opfer gebracht, und sie erwarten zu Recht, dass das Ergebnis dieser Opfer geschützt wird", sagte er: "Das ist es, was der Minister mit seiner heutigen Maßnahme tut."

Djokovic nahm in Serbien trotz positivem Coronatest an Interview teil

Einen Teilerfolg verbuchte Djokovic am Montag: Der ungeimpfte Weltranglistenerste hatte nach einem Teilerfolg vor Gericht sein Visum zurückbekommen und konnte die Unterbringung für Ausreisepflichtige verlassen, in der er sich nach Ankunft am vergangenen Mittwoch wegen Nichterfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen zunächst aufhalten musste. Seitdem prüfte die Regierung Australiens weitere Schritte.

Djokovic hatte am Mittwoch eingeräumt, dass er im Dezember in Serbien an einem Interview trotz des Wissens um einen positiven Coronatest teilgenommen habe. Auch eine "unabsichtliche" Falschangabe auf dem Einreisebogen musste der Tennis-Star eingestehen. (cg mit sid)

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