Hirscher gewinnt

"Unglaublich!" Luitz Dritter im Riesenslalom

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Stefan Luitz

Val d'Isère - Stefan Luitz aus dem Allgäu hat im Riesenslalom in Val d'Isère den zweiten Weltcup-Podestplatz seiner Karriere bejubelt.

Stefan Luitz stand am Fuße des imposanten olympischen Berges, er war abgekämpft, aber glücklich. „Unglaublich“, sagte der junge Mann aus Bolsterlang im Allgäu und lächelte. Zwei Läufer waren beim Weltcup-Riesenslalom im französischen Val d'Isere schneller gewesen als er, Marcel Hirscher aus Österreich und Thomas Fanara aus Frankreich, aber dass Luitz Dritter wurde, war in der Tat unglaublich.

Luitz und die extrem steile „Bellevarde“, wo 1992 die olympische Abfahrt und 2009 die Weltmeisterschaften stattgefunden hatten, haben eine Vorgeschichte. Vor einem Jahr, da überrumpelte der damals 20-Jährige die Konkurrenz: Von Rang 25 nach dem ersten Lauf stürmte er im zweiten geradezu nach vorne, er wurde am Ende schon sensationell Zweiter, und schneller war nur Hirscher gewesen, der nun seinen 20. Weltcup-Sieg feierte.

Mit dem dritten Rang hat Luitz nun die Qualifikation für die olympischen Spiele geschafft, ebenso wie Fritz Dopfer, der auf der sehr steilen, eisigen und ruppigen „Bellevarde“ Rang zehn belegte. „Unglaublich“ fand das Luitz vor allem deshalb: Im vergangenen Februar war ihm beim Training in Garmisch-Partenkirchen im linken Knie das Kreuzband gerissen. Dass er schon wieder so stark fährt, ist außerordentlich bemerkenswert.

Bereits am vergangenen Sonntag hatte Luitz mit Rang neun beim Riesenslalom in Beaver Creek angedeutet, dass seine Forme so schlecht nicht ist. Da kam nun Val d'Isere gerade recht. „Der Hang scheint mir irgendwie zu liegen“, sagte Luitz. Im zweiten Lauf habe er zwar ein „paar Fehler“ gemacht, er fuhr auch nicht mehr ganz so frech wie im ersten, aber was soll's: „Wichtig ist, dass es mit Olympia geklappt hat.“

Felix Neureuther hatte sich bereits am vergangenen Wochenende in Beaver Creek für Sotschi qualifiziert, er fehlte am Samstag wegen seines kapitalen Sturzes im Training in Garmisch-Partenkirchen. Dafür fuhr Dopfer zum zweiten Mal in dieser Saison im Weltcup in die Top 15 - er ist damit bei Olympia startberechtigt. Dann war da noch Benedikt Staubitzer (Mittenwald), der mit der hohen Startnummer 60 immerhin 25. wurde.

Den dritten Rang vor einem Jahr hinter Luitz (und vor dem viertplatzierten Neureuther) belegte übrigens Ted Ligety (USA), derzeit der überragende Fahrer im Riesenslalom. Er schied diesmal allerdings im ersten Durchgang aus - das war dem Weltmeister in einem Riesenslalom seit 2006 nicht mehr passiert.

Neureuther will am Sonntag starten

Neureuther will am Sonntag beim Weltcup-Slalom an den Start gehen. Der Vize-Weltmeister reiste am Samstag mit dem Flugzeug von München nach Genf und von dort weiter in den Wettkampfort in den Hochsavoyen. Ob er dann tatsächlich startet, entscheided Neureuther am Sonntagmorgen nach dem Einfahren. Neureuther hatte bei einem Sturz im Training am Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen eine Rückenprellung und einen knöchernen Kapselanriss im rechten Daumen erlitten.

sid

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