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Gina Lückenkemper sprintet in das Halbfinale über 100 Meter

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Von: Michael Rusche

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Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften; Berlin, 25.06.2022 Sieg in 10,99s: Gina Lueckenkemper (SCC Berlin), Deutsche M
Gina Lückenkemper sprintete in das WM-Halbfinale. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Axel Kohr

Sprinterin Gina Lückenkemper ist bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene/Oregon ins Halbfinale über 100 m eingezogen.

Eugene - Die 25 Jahre alte Soesterin, die für Berlin startet und in den USA trainiert, lief am Samstagabend (US-Zeit) in der ersten Runde nach einem schwachen Start als Dritte ihres Rennens noch gute 11,09 Sekunden. „Ich habe mein Minimalziel erreicht“, sagte Lückenkemper im ZDF: „Wir hatten die Top drei und damit die direkte Quali fürs Halbfinale als Ziel. Morgen geht es weiter.“

Siegerin in Lückenkempers Rennen wurde die Jamaikanerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (10,87), die zuletzt dreimal in Folge Weltmeisterin geworden war. Einen Lauf später setzte sich Olympiasiegerin Elaine Thompson-Herah, ebenfalls Jamaika durch, die in 11,15 Sekunden aber nicht den starken Eindruck ihres Landsfrau hinterließ. Vorlaufschnellste war die britische Europameisterin Dina Asher-Smith (10,84). Alexandra Burghardt (Burghausen/11,29) schied als Sechste ihres Laufes aus.

Es wird morgen ein Hauen und Stechen um die Finalplätze geben, aber ich habe auf jeden Fall vor, da mit zuhauen und mit zustechen.

Sprinterin Gina Lückenkemper nach ihrem Einzug ins WM-Halbfinale über 100 m

Das Halbfinale und das Finale finden am Sonntagabend (US-Zeit) statt. Die letzte deutsche Medaille im Frauensprint hatte Katrin Krabbe als Weltmeisterin 1991 in Tokio geholt. Zuletzt stand Melanie Paschke 1997 in einem 100-m-WM-Finale, damals wurde die Wattenscheiderin Sechste.

Lückenkemper war 2017 bei der WM in London als erste Deutsche seit Krabbe unter 11 Sekunden gesprintet (10,95), im Halbfinale aber ausgeschieden. Erst bei der DM in Berlin blieb die Vize-Europameisterin wieder unter der Marke. Eine Final-Teilnahme für Lückenkemper, die seitdem mit langwieriger Leistungsschwäche zu kämpfen hatte, wäre in Eugene eine Überraschung.

Ein Text des SID

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