Miami

Kerber jubelt, Haas und Lisicki müssen passen

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Angelique Kerber

Miami - Die lädierte rechte Schulter macht Tommy Haas einmal mehr Probleme. Auch Sabine Lisicki konnte nicht spielen. Lediglich Angelique Kerber sorgte für positive Schlagzeilen.

Angelique Kerber stürmte beim Hartplatz-Tennis-Turnier von Miami im Express-Tempo ins Achtelfinale. Ansonsten gab es aus deutscher Sicht am Samstag nur schlechte Nachrichten aus Südflorida. Routinier Tommy Haas sagte aus Sorge um seine lädierte Schulter kurzfristig ab. Seine Verletzung schmerzt auch dem Deutschen Tennis-Bund. Haas wird dem Davis-Cup-Team im Viertelfinale vom 4. bis 6. April in Nancy gegen Frankreich fehlen. Sabine Lisicki konnte in Miami aufgrund einer Erkältung ihr Drittrunden-Match gegen Kirsten Flipkens (Belgien) nicht spielen.

"Es tut mir sehr leid, dass ich das deutsche Davis-Cup-Team gegen Frankreich nicht unterstützen kann", sagte Haas. Wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag hat Deutschlands Nummer eins aus Sorge um seine lädierte Schulter kurzfristig seine Teilnahme am mit 5,65 Millionen Dollar dotierten Turnier der Masters-Serie absagen müssen. Nach seinem Halbfinal-Einzug vor einem Jahr wird der gebürtige Hamburger somit in der Weltrangliste abrutschen.

Aufsteigende Form zeigte indes Kerber in ihrer Drittrunden-Partie gegen Zwetana Pironkowa. Der Bulgarin war sie zu Jahresbeginn noch im Endspiel von Sydney unterlegen. Diesmal hingegen brauchte die Kielerin nur 66 Minuten zum Einzug ins Achtelfinale, wo sie auf Jekaterina Makarowa (Russland) trifft. Im Herrenfeld schaffte es Florian Mayer als einziger Deutscher in die dritte Runde. Der Bayreuther setzte sich gegen den Kroaten Ivan Dodig 6:3, 6:2 durch und trifft nun auf den Serben Novak Djokovic. Philipp Kohlschreiber verlor stattdessen 6:3, 6:7 (1:7), 6:7 (5:7) gegen Marcos Baghdatis aus Zypern.

Am 3. April wird Haas 36 Jahre alt, zuletzt hatte er seine schon mehrmals operierte rechte Schulter als "tickende Zeitbombe" bezeichnet. Sein Trainer Alexander Waske wollte am Samstag keinen Kommentar abgeben, deutete aber bereits an, dass Haas auch bei dem sogenannten Versöhnungstag am 30. März in Frankfurt nicht dabei sein werde.

Nach dem Eklat in der Partie gegen Spanien hat der DTB die enttäuschten Anhänger erneut nach Frankfurt zu einem Showkampf der für das Frankreich-Spiel nominierten Nationalspieler eingeladen. Beim Erstrunden-Sieg gegen Spanien hatten sich Anfang Februar am Abschlusstag Haas, Kohlschreiber und Mayer mit ärztlichen Attesten abgemeldet. Anschließend war Haas der Einzige, der sich öffentlich zu Wort meldete und sich für das blamable Auftreten entschuldigte. Teamchef Arriens verweigert seitdem jeglichen Kommentar.

In Miami ist das Turnier nicht nur für Haas, Kohlschreiber und Lisicki vorbei. Auch Andrea Petkovic verabschiedete sich nach einer 2:6, 7:6 (7:0), 4:6-Niederlage gegen die Französin Alizé Cornet. Mayer dagegen darf sich nach seinem Sieg über Dodig nun auf eine ganz besondere Herausforderung freuen: Der 32. in der Weltrangliste trifft in der dritten Runde auf Boris-Becker-Schützling Djokovic.

Der dreimalige Miami-Champion aus Serbien hatte ohne seinen an der Hüfte operierten deutschen Teilzeittrainer mit seiner Auftakthürde Jérémy Chardy keine Mühe und besiegte den Franzosen 6:4, 6:3. "Novak ist natürlich klarer Favorit. Es muss schon ein kleines Wunder geschehen, damit ich eine Chance habe", sagte Mayer.

Andy Murray machte den ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung. Im ersten Match nach seiner Trennung von Trainer Ivan Lendl musste der schottische Wimbledon-Sieger gegen den Australier Matthew Ebden zwar über drei Sätze gehen, behauptete sich aber mit 3:6, 6:0, 6:1. Roger Federer aus der Schweiz startete mit einem 6:4, 7:6 (7:4)-Pflichtsieg über den Kroaten Ivo Karlovic.

dpa

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