Spiel in Köln

Ingolstadt mit erstem Sieg im DEL-Finale

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Ingolstadts Trainer Niklas Sundblad verfolgt das Spiel.

Köln - Außenseiter ERC Ingolstadt stand am Ostermontag mächtig unter Druck und gewann verdient in Köln. Schon am Dienstag geht es in Ingolstadt weiter.

Final-Neuling ERC Ingolstadt hat sich im Kampf um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zurückgemeldet. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt feierten die Bayern in der Final-Serie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Kölner Haien einen 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)-Erfolg und verhinderten somit eine mögliche Vorentscheidung für die Mannschaft von Uwe Krupp. Bereits am Dienstag könnten die Ingolstädter vor heimischer Kulisse (19.30 Uhr/ServusTV) in der Best-of-Seven-Serie mit einem weiteren Sieg zum 2:2 ausgleichen.

„Jetzt haben wir das Momentum wieder auf unserer Seite“, sagte Ingolstadts Torhüter Timo Pielmeier bei ServusTV. Vor der prächtigen Kulisse von 18 548 Zuschauern, darunter Haie-Fan Lukas Podolski, präsentierte sich die ERC-Mannschaft von Trainer Niklas Sundblad cleverer und verdiente sich den Erfolg. „Wenn wir weiter hart arbeiten wie heute, springt auch das Glück auf unsere Seite“, meinte Christopher Gawlik. In der ausverkauften Arena erzielten Jean-Francois Boucher (5.), Derek Hahn (40.), Robert Sabolic (56.) und Patrick Köppchen (60.) am Ostermontag die Gäste-Tore.

Für die Kölner traf nur Christopher Minard (5.). Die Gastgeber hatten den Gegner zwar zu Beginn mehr unter Druck gesetzt, es aber verpasst, ihre Dominanz in zwingende Möglichkeiten und Tore umzumünzen. „Für uns gibt es keinen Grund zu hadern. Morgen gehen wir nach Ingolstadt und dann wird es heiß“, kündigte Haie-Coach Krupp an. Sein Sohn Björn Krupp räumte ein: „Ich muss sagen, Ingolstadt war besser heute. Das wird eine lange Serie.“

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Wer nach den intensiven Auftaktpartien im dritten Duell erst einmal taktische Zurückhaltung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Nach nicht einmal fünf Minuten lag der Puck bereits zweimal im Netz. Nachdem Patrick Köppchen die Scheibe auf Boucher abgelegt hatte, war der ERC-Stürmer gleich mit der ersten gefährlichen Angriffsaktion erfolgreich. Ihre Möglichkeiten besser zu nutzen, hatten sich die Oberbayern vorgenommen. Das setzten sie auch früh um - und anders als am Samstag blieb es bei weitem nicht bei einem Tor. „In den anderen Spielen haben wir auch die Torchancen gekriegt, aber nicht die Tore gemacht“, urteilte Sundblad.

Das 1:0 hielt allerdings nicht einmal eine halbe Minute. Die Kölner reagierten unaufgeregt und schlängelten sich mit einem schönen Spielzug vors Tor von Ingolstadts Goalie Pielmeier. Minard stocherte den Puck zu seinem achten Playoff-Tor über die Linie. Mit einem Gegentreffer im ersten Abschnitt waren die Ingolstädter im Anschluss noch gut bedient. Weitere Chancen ließen die Gastgeber aus: So konnte Rok Ticar den Puck nicht kontrollieren (7.). Zudem tauchte Marcel Müller zweimal alleine vor Pielmeier auf, der aber parierte (13./20.). Vor Rangeleien steckten die Spieler wie gewohnt nicht zurück. Heftig gerieten nach einer Viertelstunde Kölns Björn Krupp und Ingolstadts Travis Turnbull aneinander.

Die Ingolstädter waren auf Risikominimierung bedacht, gingen dann aber gegen Ende des zweiten Drittels erneut in Führung. Als Kölns Torhüter Danny aus den Birken der Puck durch die Beine rutschte, schob Hahn die Scheibe ins Tor. Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Konter machte Sabolic dann im Schlussabschnitt alles klar, ehe Köppchen für den Endstand sorgte.

dpa

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