Finale bei Olympischen Spielen in Tokio

Gina Lückenkemper und Sprintstaffel verpassen Bronze über 4x100 Meter

Tokio 2020 - Leichtathletik
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Die deutsche Staffel mit Gina Lückenkemper (von links), Rebekka Haase, Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto steht nach dem Finallauf zusammen. 

Gina Lückenkemper aus Soest hat mit der deutschen Sprintstaffel im Finale den 5. Platz geschafft und die erhoffte Medaille verpasst.

Tokio - Die deutsche Frauen-Sprintstaffel hat die erhoffte Medaille bei den Olympischen Spielen verpasst. Rebekka Haase (Wetzlar), Alexandra Burghardt (Burghausen), Tatjana Pinto (Paderborn) und Gina Lückenkemper (Berlin) kamen am Freitag in Tokio über 4 x 100 Meter in 42,12 Sekunden auf den fünften Platz.

Gold holte das favorisierte Quartett aus Jamaika um 100- und 200-Meter-Siegerin Elaine Thompson-Herah in der Landesrekordzeit von 41,02 Sekunden. Silber ging an die USA (41,45) vor Großbritannien (41,88). Jamaika siegte mit Briana Williams, Thompson-Herah, der zweimaligen 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce und Shericka Jackson.

Beim letzten Wechsel von Pinto auf die Hamm geborene, 24-jährige Lückenkemper verschenkten die Deutschen eine bessere Position. 2016 in Rio war die deutsche Staffel in 42,10 Sekunden Vierte geworden. Dem DLV-Quartett, das im Vorlauf 42,00 gelaufen war, fehlten in 42,12 Sekunden zu Bronze 24 Hundertstel.

„Wir haben alles gegeben. Natürlich ärgern wir uns“, sagte Haase in der ARD, während die 24-jährige Schlussläuferin Lückenkemper knapp bilanzierte: „Ich bin der Meinung, dass ich schon pünktlich losgelaufen bin. Wenn ich da so los schieße, war das das extrem ungewohnt für Tatjana (Pinto, Anm. d. Red,). Wenn meine anlaufende Läuferin 'Stopp' ruft, heißt das definitiv: „Den Anker werfen. Es ist scheiße.“

Seit der Wiedervereinigung gab es kein Edelmetall für eine deutsche Frauenstaffel, 1980 in Moskau hatten Romy Müller, Bärbel Wöckel, Ingrid Auerswald und Marlies Göhr Gold für die DDR geholt. 1988 in Seoul gab es Silber hinter den USA.

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