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Gina Lückenkemper siegt bei ihrem Heimspiel in Dortmund

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Von: Christoph Volkmer

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Gina Lückenkemper bekommt Applaus von der Zweitplatzierten N’ketia Seedo (Niederlande) beim Blick auf die Zeit im Finallauf.
Gina Lückenkemper bekommt Applaus von der Zweitplatzierten N’ketia Seedo (Niederlande) beim Blick auf die Zeit im Finallauf. © Christoph Volkmer

In der Helmut-Körnig-Halle im Schatten des Westfalenstadions kennt sich Gina Lückenkemper bestens aus. Die Rückkehr an ihre ehemalige Trainingsstätte verlief am Samstagabend beim PSD Bank Meeting überaus erfolgreich.

Dortmund – Die Sprinterin aus Soest siegte im 60-Meter-Wettbewerb und war hinterher selbst ein wenig von ihrer Schnelligkeit überrascht.

Mit 7,22 Sekunden lief die Vize-Europameisterin der Konkurrenz in Dortmund überraschend deutlich davon und überquerte die Ziellilie vor N’ketia Seedo (Niederlande; 7,27 sec) und Talea Prepens (TV Cloppenburg; 7,31). Im Vorlauf hatte die Soesterin noch 7,35 Sekunden benötigt.

WM-Norm geschafft

Mit der Zeit des Finallaufs hat die 25-Jährige ihre beim Hallen-Auftakt Anfang Februar in Berlin gelaufene Zeit von 7,33 Sekunden verbessert. Dazu blieb Lückenkemper unter der Norm von 7,30 Sekunden für die Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften, die vom 18. bis 20. März in Belgrad stattfinden.

Gina Lückenkemper mit Sieger-Sträußchen in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle nach dem Finallauf beim PSD Bank Meeting.
Gina Lückenkemper mit Sieger-Sträußchen in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle nach dem Finallauf beim PSD Bank Meeting. © Volkmer

„Ich bin tatsächlich überrascht, dass es im Finale doch noch so schnell ging. Denn im Vorlauf hat mir noch die Spritzigkeit gefehlt. Da sieht man, was es ausmacht, wenn ich den Start dann doch mal erwischen kann“, so Lückenkemper nach ihrem klaren Sieg.

 So gut bin ich vorn wohl noch nie weggekommen. Ich bin sogar kurz ins Stocken gekommen, weil ich gedacht habe, dass es ein Fehlstart war, weil ich sonst am Start nie so weit vorn bin.

Gina Lückenkemper

Die lange von der Sprinterin selbst kritisierte Startphase gelang beim Comeback in Dortmund - von 2016 bis 2017 lief die Soesterin für die LG Olympia Dortmund - perfekt. „So gut bin ich vorn wohl noch nie weggekommen. Ich bin sogar kurz ins Stocken gekommen, weil ich gedacht habe, dass es ein Fehlstart war, weil ich sonst am Start nie so weit vorn bin“, sagte die Sprinterin.

Offen über Burnout gesprochen

Die Erleichterung über den sehr guten Finallauf war der Läuferin des SCC Berlin anzumerken: „Ich habe seit langer Zeit mal wieder so richtig Bock auf die Wettkämpfe. Das liegt daran, dass ich verletzungsfrei durch den Auftakt gekommen bin. Ich bin froh, dass ich mit den Hallenrennen wieder ein bisschen mehr Routine sammeln kann, denn die letzten zwei Jahre waren wegen der Verletzungen und mit weniger Rennen für mich schwieriger.“

In den Sozialen Medien hatte sich die Sprinterin zuletzt offen über das Thema Burnout im Leistungssport geäußert. „Ich bin davon auch schon persönlich betroffen gewesen. Natürlich ist es schön, wenn es gut läuft, aber schlechte Zeiten gehören auch mit dazu“, so Lückenkemper, die offenbar ein gutes Rezept dagegen gefunden hat. „Mein Trainer hat mir den Tipp gegeben, dass man sich mit fünf positiven Menschen umgeben soll, die Attribute vertreten, die wir auch selbst verkörpern möchten. Diese Menschen helfen einem dann, selbst als Mensch zu wachsen. Ich glaube, dass ich mich da in einem sehr guten Umfeld befinde.“

Sonntag Start in Düsseldorf beim ISTAF Indoor Meeting

Am kommenden Sonntag, 20. Februar, startet Lückenkemper bei der Düsseldorfer Ausgabe des ISTAF Indoor-Meetings. Am 26. und 27. Februar stehen dann die Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig auf dem Programm. Bei den Wettkämpfen wird Lückenkemper erneut über die 60-Meter-Konkurrenz starten.

Die 200-Meter-Distanz ist aktuell noch kein Thema. „Ich bin seit über zwei Jahren nicht mehr die 200 Meter auf einer Rundbahn mit zwei Kurven in der Halle gelaufen. Das ist etwas komplett anderes, wenn man immer draußen im Stadion trainiert. Daher lassen wir in der Halle die Finger davon, aber im Sommer wollen wir das wieder in Angriff nehmen“, kündigte Lückenkemper an.

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