Souveräner Auftritt

Bayern erfüllt Pokal-Pflicht: 4:1 bei Preußen Münster

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Münchens Robert Lewandowski (M.) setzt sich gegen Münsters Fabian Hergesell (von links), Jens Truckenbrod und Marc Heitmeier durch.

MÜNSTER - Nur 20 Minuten tat sich Bayern München in der ersten DFB-Pokal-Runde bei Drittligist Preußen Münster schwer. Danach aber war den vielen Fans im Preußen-Stadion schnell klar, dass es nichts wird mit einer Pokal-Sensation.

Mit fünf Weltmeistern hat Bayern München seine DFB-Pokal-Pflicht erfüllt. Vier Tage nach dem Martinez-Schock bei der Supercup-Niederlage gegen Borussia Dortmund machte der deutsche Rekordchampion am Sonntag mit dem 4:1 (2:0) beim Drittligisten Preußen Münster den ersten Schritt zur erfolgreichen Cup-Verteidigung.

Die Münchner taten sich nur in den ersten knapp 20 Minuten schwer. Mit der Führung durch WM-Torheld Mario Götze (19.) per Kopf fanden die Bayern zu ihrer gewohnten Klasse. Thomas Müller (29.) sorgte mit seinem 100. Pflichtspiel-Tor für die Bayern noch vor der Pause für ein beruhigendes Ergebnis. David Alaba (52.) und Claudio Pizarro (73.) machten mit ihren Treffern nach dem Wechsel den standesgemäßen Erfolg gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied perfekt.

Krohne erzielt den Ehrentreffer

Das 1:4 des Niederländers Rogier Krohne (89.) durch einen von Jerome Boateng verschuldeten Handelfmeter und der vergebene Foulstrafstoß durch Münchens Neuzugang Robert Lewandowski beinahe im Gegenzug störte niemanden mehr. Münsters Marc Heitmeier sah die Rote Karte wegen einer Notbremse vor dem Bayern-Elfmeter.

Kurz vor Spielbeginn hatte Javier Martinez vom Krankenbett aus seinen Teamkollegen via Twitter viel Glück für den Cup-Auftakt gewünscht. Zumindest in den Anfangsphase wurde der Spanier nach seinem Kreuzbandriss von den Bayern vermisst. Denn vor 16 797 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion spielten die Münsteraner mutig nach vorn und kamen sogar zu Chancen. Die beste Gelegenheit für den Drittliga-12. hatte Marcel Reichwein (12.). Sein Schuss ins kurze Eck forderte Nationaltorhüter Manuel Neuer zu einer starken Reaktion heraus.

Weltmeisterliche Stärke im Bayern-Team

Münchens Trainer Pep Guardiola, der nach dem langfristigen Martinez-Ausfall noch einen Defensivspezialisten sucht, setzte anders als beim 0:2 am Dienstag gegen Dortmund in Götze, Müller, Neuer, Boateng und Kapitän Philipp Lahm auf weltmeisterliche Stärke. Nur der verletzte WM-Titelträger Bastian Schweinsteiger musste wegen erneuter Patellasehnen-Problemen passen. Dafür feierte Abwehrspieler Holger Badstuber nach zwei Kreuzbandrissen und 20 Monaten Pause sein Pflichtspiel-Comeback.

Nach dem starken Start der Gastgeber fand der Rekordmeister allmählich ins Spiel. Vor allem der Treffer durch den Kopfball des 1,76 Meter großen Götze nach Flanke von Lewandowski gab Sicherheit. Nach dem 2:0 durch Müller war die Entscheidung gefallen. Der Rekord-Pokalsieger konnte die Partie über weite Strecken nutzen, sich für den Erstliga-Auftakt am Freitag gegen den VfL Wolfsburg weiter einzuspielen.

Münster um Schadensbegrenzung bemüht

Die Bayern ließen den Ball in ihren Reihen laufen, Münster bemühte sich um Schadensbegrenzung und hatte in Torwart Daniel Masuch ihren besten Akteur. Er verhinderte eine höhere Niederlage. Doch gegen den 20-Meter-Kracher von Alaba und den Lupfer des eingewechselten Pizarro in Halbzeit zwei war Masuch machtlos. In der Schlussphase wurde es noch einmal munter: Erst schaffte Krohne den Ehrentreffer durch Elfmeter. Im Gegenzug machte es Lewandowski schlechter und vergab. - dpa

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