Deutschen Meisterschaften im Spring- und Dressurreiten

Beim Balve Optimum geht der Blick schon Richtung EM

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Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen (Zweite von rechts) posierte mit sportlichen und gesellschaftlichen Partnern des Balve Optimum, darunter Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu (Zweite von links), zum obligatorischen Gruppenfoto.

Balve - Das Balve Optimum an sich ist für viele Reiter schon ein Saisonhöhepunkt. Und dennoch richtet sich der Fokus bei dem viertägigen Turnier, in dessen Rahmen vom 8. bis 11 Juni die Deutschen Meisterschaften im Spring- und Dressurreiten entschieden werden, immer auch auf übergeordnete Ziele.

In diesem Jahr ist das die Europameisterschaft in Göteborg Ende August. Monica Theodorescu, die Dressur-Bundestrainerin, hat jedoch schon 2018 im Hinterkopf. 

„Ein bisschen geht der Blick auch auf das nächste Jahr, da haben wir eine Weltmeisterschaft. Da müssen wir uns für die nächsten Olympischen Spiele qualifizieren“, antwortete die 54-Jährige beim Pressegespräch in Balve gestern auf die Frage, worauf es 2017 ankomme. Denn dieses ist eben – ungeachtet aller Höhepunkte – auch das Jahr nach den Sommerspielen von Rio, die 2016 über allem standen.

Feld ist herausragend besetzt

Das Feld ist einmal mehr herausragend besetzt. Bei den Springreitern kämpfen neben Shootingstar Guido Klatte jr. mit Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, Marco Kutscher und Patrick Stühlmeyer drei von sieben Mitgliedern des aktuellen A-Kaders um den nationalen Titel. „Von daher sind wir super aufgestellt“, unterstreicht Turnierleiterin Rosalie von Landsberg-Velen, die für die Veranstaltung ein Budget von 1,3 Millionen Euro veranschlagt, allein 380.000 Euro werden als Preisgeld ausgeschüttet. Die rund 470 Boxen für die edlen Vierbeiner sind vergeben, das Optimum nach Angaben der „Chefin“ an der obersten Kapazitätsgrenze angelangt.

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Dessur-Zuschauer als Wertungsrichter

Die Turniergemeinschaft des RV Balve hält nach den hervorragenden Turnieren der vergangenen Jahre an Bewährtem fest, wartet aber auch mit Neuerungen auf. Dazu zählt neben der Einführung einer LED-Bande im Springstadion unter anderem das Zuschauerrichten im Dressurstadion. Die Kiebitze rund um das Viereck können beim sogenannten Spectator Judging über eine App auf dem Smartphone jeden Dressurritt selbst bewerten und Noten vergeben, werden somit selbst zum Wertungsrichter.

Werth mit Weihegold und Emilio

Mit Blick auf die Starterlisten wird im Viereck von Wocklum Dressur auf allerhöchstem Niveau zu sehen sein. Isabell Werth, erfolgreichste Reiterin der Geschichte, wird sowohl ihre Wunderstute Weihegold als auch Emilio satteln. Dorothee Schneider jedoch, die 2016 im Orletal auf Showtime die Kür gewann, wird ihren elfjährigen Wallach weiter schonen. Showtime befindet sich nach einer Verletzung noch im Aufbautraining, wird auch bei den Europameisterschaften nicht gehen. Um ein EM-Ticket kämpft Schneider dennoch – und zwar mit dem elfjährigen Sammy Davis jr.

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