Fußball

Abbruch oder Fortsetzung: Klubs können jetzt online abstimmen

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Der aktuellen Saison droht aufgrund der Corona-Krise der Abbruch.

Im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) bahnt sich eine Entscheidung an, wie mit der seit dem 8. März aufgrund der Corona-Krise unterbrochenen Saison verfahren werden soll.

Hamm - In der freiwilligen wöchentlichen Videoschalte des Verbandspräsidiums und der Vorsitzenden einiger Fußballkreise ist es am Donnerstagabend zu einer neuen Entwicklung gekommen. So will der FLVW bis Donnerstag, 23. April, einen Entscheidungsvorschlag erstellen, ob und wie die Amateurfußball-Saison – von der Ober- bis zur Kreisliga D – fortgesetzt wird.

Zur Erarbeitung des Vorschlages holt der Verband jetzt die Vereine ins Boot. Sämtliche Klubs haben am Freitag eine Mail erhalten mit einem Link auf eine Abstimmung. Die vier Optionen:

  • Annullierung: Die Saison wird nicht gewertet.
  • Abbruch I: Der Stand zum Hinrunden-Ende wird gewertet – ohne Absteiger (ausgenommen vorab zurückgezogene Teams), mit Aufsteigern.
  • Abbruch II: Der aktuelle Tabellenstand wird gewertet – ebenfalls ohne Absteiger, aber mit Aufsteigern.
  • Fortsetzung: Mit dem Ziel, dass der Ball nach den Sommerferien wieder rollen kann.

Coronavirus: Pflichtspiele erst nach den Sommerferien

Somit ist jetzt schon sicher: Frühestens nach den Sommerferien, die am 11. August enden, wird überhaupt wieder um Punkte gespielt im FLVW.

Die Vereine sollen bis zum 21. April abstimmen. Zwei Tage später will der FLVW den Vorschlag erarbeiten.  Der damit aber noch nicht rechtskräftig ist. „Das Präsidium und die Ständige Konferenz mit allen Kreisvorsitzenden muss zustimmen“, sagte Manfred Schnieders vom Verbandsfußballausschuss den „Ruhr Nachrichten“. Die Lösung solle aber so aussehen, „dass sie mehrheitsfähig ist“. Einen Termin gibt es für die Ständige Konferenz jedoch noch nicht.

Michael Allery, Vorsitzender des Fußballkreises Unna-Hamm, nahm nicht an der Videoschalte teil, telefonierte im Vorfeld aber mit Schnieders. „Ich finde es gut, dass die Vereine ins Boot geholt werden“, sagte Allery. Der Kreis werde seinen Klubs keine Empfehlung aussprechen. „Es soll ein möglichst einheitliches Bild aller Vereine aller 29 Fußballkreise entstehen. Dementsprechend soll jeder Verein so abstimmen, wie er es für richtig hält.“

Eine Rechtsgrundlage für einen Saisonabbruch ist weder der DFB-Spielordnung noch der des Westdeutschen Fußball-Verbandes zu entnehmen. Der DFB hat jedoch bereits die Möglichkeit eingeräumt, die Saison über den 30. Juni hinaus zu bestreiten. Schnieders hatte schon vor Tagen angemerkt: Bei einem Abbruch könnte dem Verband eine Klagewelle von Vereinen und Sponsoren drohen.

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