Bielefeld, Münster und MSV peilen Comeback an

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Arminia Bielefelds Trainer Norbert Meier führte schon zwei Teams zum Aufstieg.

WESTFALEN - Arminia Bielefeld und Preußen Münster vorn, der MSV Duisburg mit guten Perspektiven: Drei Traditionsvereine aus Nordrhein-Westfalen können sich vor dem Start in den nächsten Saisonabschnitt am Wochenende gute Aufstiegschancen ausrechnen.

Bielefelds Trainer Norbert Meier weiß, wie Aufstiege funktionieren. "Ich habe das schon öfter geschafft und habe im Blick, worauf es ankommt", sagte der Fußball-Trainer, der den MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga führte. Jetzt will er mit Arminia Bielefeld den Sprung in die 2. Liga schaffen.

Die Voraussetzungen sind günstig: In den nächsten Saisonabschnitt starten die Ostwestfalen am Samstag (14 Uhr) beim VfL Osnabrück als Tabellenführer. "Es ist machbar, wir müssen aber ebenso entspannt wie konzentriert bleiben", meinte Meier. Mit 42 Toren in 22 Partien stellt Bielefeld den mit Abstand treffsichersten Angriff der 3. Liga und erarbeitete sich bereits 43 Punkte.

Gelingt dem Trio der gemeinsame Aufstieg?

Die Konkurrenz ist der Arminia auf den Fersen. Im Tabellenzweiten Preußen Münster (39 Punkte) und dem MSV Duisburg (36) auf Platz sechs rechnen sich zwei weitere Traditionsvereine aus Nordrhein-Westfalen Aufstiegschancen aus - nicht auszuschließen, dass dieses Trio, das insgesamt 46 Jahre Bundesliga-Zugehörigkeit aufweist, gemeinsam in die Zweitklassigkeit zurückkehrt.

In der Saison 13/14 waren die Bielefelder nach dramatischen Relegationsspielen gegen Darmstadt abgestiegen. Um den "Betriebsunfall" zu korrigieren, wurde der Kader in der Winterpause mit Neuen aus der 2. Liga verstärkt. Koen van der Biezen (Karlsruhe) und Manuel Junglas (VfR Aalen) sollen Torjäger Fabian Klos (zwölf Treffer) unterstützen. "Wir wollen wieder hoch, haben aber gerade nach der Winterpause ein hammerhartes Programm", erklärte Manager Samir Arabi.

Mit einer Aufstiegsfeier würde in Bielefeld gewissermaßen eine Tradition fortgesetzt. Zwischen 1970 und 2004 schaffte die Arminia gleich siebenmal den Einzug in die Bundesliga und darf sich gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg Rekordaufsteiger nennen. Der Sprung aus der Drittklassigkeit in die 2. Liga war dem Verein bereits 1995 und 2013 gelungen. Mehr "Fahrstuhlclub" geht kaum.

Bei MSV-Aufstieg: Hoffen auf die Lizenz

Duisburgs Trainer Gino Lettieri, der bis Sommer 2014 in Bielefeld als Meiers Assistent arbeitete, glaubt nicht, dass sich sein ehemaliger Club noch stoppen lässt. "Die Arminia ist sehr konstant und wird zum Aufstieg durchmarschieren", sagte Lettieri. Von seiner eigenen Elf, für die im Januar Martin Dausch vom Zweitligisten Union Berlin verpflichtet wurde, ist der Coach gleichwohl überzeugt: "Wir haben schon in der Hinrunde große Fortschritte gemacht und können noch zulegen."

Da geht's zum Aufstieg: MSV-Trainer Gino Lettieri.

2013 war dem MSV wegen wirtschaftlicher Defizite die Zweitligalizenz entzogen worden. Durch einen Schuldenschnitt und viel Unterstützung aus dem Umfeld mit einem Zuschauerschnitt von über 12 000 Fans konnte der Verein finanziell etwas gesunden und hofft, dass im Fall des sportlichen Aufstiegs auch die Lizenz erteilt wird. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf Preußen Münster.

Preußen-Sportvorstand Gockel: "Wir haben die Qualität"

1963 gehörten beide Vereine zu den Bundesliga-Gründungsmitgliedern. Münster stieg 1964 ab und hat nach einigen Misserfolgen und dem zwischenzeitlichen Absturz in die Viertklassigkeit zumindest die Zweitliga-Rückkehr im Visier. "Die Spieler sind ausgerichtet auf unser großes Ziel. An der Mannschaft wurde zuletzt konsequent gearbeitet, wir haben die Qualität", sagte Sportvorstand Carsten Gockel. 

Preußen-Trainer Ralf Loose hat die zweite Liga im Visier.

2013 hatte Münster den Aufstieg vor Augen, wurde aber in der Saison-Schlussphase abgefangen. "Diesmal möchten wir nicht auf der Zielgeraden einknicken, sondern uns fokussieren und durchhalten", meinte Gockel, dessen Team mit zwei Heimpartien gegen die Verfolger Dresden und Osnabrück ins Jahr 2015 startet. - dpa

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