Anwälte machen Angebot

Kommt Ecclestone mit 25-Millionen-Strafe davon?

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Bernie Ecclestones Anwälte haben der Staatsanwaltschaft einen 25-Millionen-Euro-Deal vorgeschlagen.

München - Die Anwälte von Bernie Ecclestone überraschten im Strafprozess gegen den Formel-1-Boss am Dienstag mit einem Angebot: Einstellung des Verfahrens, dafür zahlt der 83-Jährige 25 Millionen Euro.

Der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone steuert möglicherweise auf eine Entscheidung zu. Das Landgericht München sagte die für kommenden Dienstag und Mittwoch geplanten Zeugenaussagen, aber nicht die Verhandlungstermine ab. Damit dürfte das Gericht Zeit und Raum für Gespräche über eine Einigung zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung frei geräumt haben. Zum Stand der Dinge machte das Gericht aber keine Angaben.

Die Anwälte von Ecclestone hatten am Dienstag überraschend einen Vorschlag gemacht, wie der zähe Prozess zu Ende gehen könnte. Sie beantragten die Einstellung des Verfahrens und boten an, dass Ecclestone 25 Millionen Euro an die BayernLB als Ausgleich zahlen könnte. Die Staatsanwaltschaft erklärte, sich „grundsätzlich mit einem solchen Angebot anfreunden“ zu können, eine entsprechende Einigung kam allerdings zunächst nicht zustande.

Die Staatsanwälte werfen Ecclestone vor, Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit aus dem Besitz der Landesbank vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Er habe damit Einfluss auf den Besitzer der Formel 1 nehmen und seinen Chefposten sichern wollen. Ecclestone weist das zurück und gab an, sich von Gribkowsky bedroht gefühlt zu haben.

Die Hauptverhandlung läuft bereits seit dem 24. April und schon zum Auftakt hatten Beobachter eine Einigung erwartet. Das ist nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung möglich und gehört durchaus zum Alltag vor Gericht. Die Gespräche dazu laufen nach Angaben des Gerichts bereits „seit einiger Zeit“. Nun könnte in der kommenden Woche der Prozess ohne Urteil zu Ende gehen.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auf der Anklagebank

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone auf der Anklagebank

dpa

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