Zweite Pleite gegen Gladbach: S04 scheitert auch im Pokal

Feierten ihren 2:0-Sieg auf Schalke: die Spieler von Borussia Mönchengladbach. - Footo: afp

Gelsenkirchen -  Sie hatten eine bessere Leistung geboten als im ersten Aufeinandertreffen. Und dennoch gingen die Spieler des FC Schalke 04 auch im zweiten Duell binnen vier Tagen mit Borussia Mönchengladbach leer aus. Auf die 1:3-Niederlage in der Meisterschaft folgte gestern Abend vor 60 655 Zuschauern in der Arena ein 0:2 (0:1) gegen die Elf vom Niederrhein – und damit das Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Nicht zuletzt, weil die Gäste vor dem Tor cooler waren.

„In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und hatten zwei hundertprozentige Torchancen, die wir leider nicht genutzt haben“, ärgerte sich Schalkes Angreifer Klaas-Jan Huntelaar. „Nach dem 0:1 kurz vor der Pause wollten wir nach dem Wechsel so weitermachen, aber am Ende hat es nicht gereicht.“

Schalkes Trainer André Breitenreiter hatte sein Team im Vergleich zum ersten Duell am Sonntag, das die Borussen mit 3:1 gewonnen hatten, auf vier Positionen verändert. Torwart Ralf Fährmann musste wegen eines Magen-Darm-Infekts passen. Für in rückte Michael Gspurning zwischen die Pfosten. Es war der erste Pflichtspieleinsatz des 34-jährigen Österreichers überhaupt in dieser Saison.

Johannes Geis, der nach seinem üblen Tritt gegen Gladbachs André Hahn die erste Partie seiner fünf Spiele dauernden, wettbewerbsübergreifenden Sperre absaß, Pierre Emile Höjbjerg und Leroy Sané wurden durch den wieder genesenen Klaas-Jan Huntelaar, Leon Goretzka und Sead Kolasinac ersetzt. Auf der Gegenseite waren Havard Nordtveit, Thorgan Hazard und Josip Drmic, der den grippekranken Raffael vertrat, in die Startelf gerückt.

0:2 - Schalke scheitert im DFB-Pokal an Gladbach

Von Beginn an entwickelte sich ein ganz anderes Spiel als 75 Stunden zuvor im Borussia-Park. Im Gegensatz zur leidenschaftslosen ersten Halbzeit dort waren die Schalker diesmal direkt präsent, bissig in den Zweikämpfen – und erarbeiteten sich so ein Übergewicht, das sich in hochkarätigen Chancen niederschlug. Der starke Junior Caicara hatte die erste nach einer Flanke von Max Meyer, traf den Ball aber nicht voll (13.). Hatte Gladbachs Keeper Yann Sommer bei einem Kopfball von Huntelaar an den Pfosten Glück (29.), so parierte er zweimal glänzend, als sowohl Huntelaar (28.) als auch Franco Di Santo (34.) jeweils nach feiner Vorarbeit von Junior Caceira mutterseelenallein vor dem Schweizer aufgetaucht waren und flach abgeschlossen hatten.

Die Quittung für den fahrlässigen Umgang mit ihren Möglichkeiten erhielten die Gastgeber kurz vor der Pause. Und eine Lehrstunde in Sachen Abgeklärtheit und Nervenstärke: Joel Matip – nicht der einzige Schalker mit Standschwierigkeiten – war nach einem Zuspiel von Kolasinac an der Mittellinie weggerutscht. Lars Stindl hatte den Braten gerochen, schnappte sich den Ball, ließ Kolasinac ins Leere grätschen und brachte den ersten Gladbacher Torschuss direkt zum 0:1 im Gehäuse unter (42.).

Auch am zweiten Treffer der Gäste war Stindl maßgeblich beteiligt: Der Gladbacher war im Schalker Strafraum etwas eher am Ball als der herauseilende Gspurning und fädelte ein. Thorgan Hazard nutzte den fälligen Strafstoß zum 0:2 (52.). Die Königsblauen blieben zwar engagiert, erhöhten auch das Risiko, waren im Angriff aber nun ideenlos und kaum noch gefährlich. Die Borussen übernahmen die Kontrolle und hatten nach Kontern gute Gelegenheiten, unter anderem durch Ibrahima Traoré (55.) und Hazard (62.).

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