Kurzfristiger Einsatz

Zumindest Schalkes Ersatzkeeper glänzt: So lief das Startelf-Debüt von Alexander Nübel

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Von Nervosität keine Spur: Alexander Nübel bei seinem Startelf-Debüt.

Nach der Verletzung von Ralf Fährmann sprang Alexander Nübel ein. Der 22-Jährige trug keine Schuld an der Niederlage des FC Schalke 04 gegen Werder Bremen.

Gelsenkirchen – In der 87. Minute durfte Alexander Nübel doch noch zeigen, was er als Keeper alles so drauf hat. Der 22-Jährige hechtete einem Schuss von Kevin Möhwald mit einer solchen Verve hinterher, dass er den Ball am eigenen Tor vorbei bugsieren konnte. Lediglich eine Ecke sprang so für den SV Werder Bremen heraus, der die Partie am Ende verdient mit 2:0 (1:0) gewonnen hatte. Es war eine akrobatische Flugeinlage, die gemeinhin als Glanzparade in den Spielberichten gewürdigt wird.

„Das war eine tolle Parade, es wäre das 3:0 gewesen“, sagte Domenico Tedesco nach dem Schlusspfiff mit Bewunderung in der Stimme. Schalkes Cheftrainer hatte den 22-Jährigen Keeper erst kurz vor dem Anpfiff den Auftrag erteilen können, seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz für die Blauweißen von Beginn zu bestreiten. Stammkeeper Ralf Fährmann, der am Samstagabend gefühlt zuletzt während des deutschen Wirtschaftswunders nicht im Schalker Tor gestanden hatte, hatte sich während der Aufwärmphase am Oberschenkel verletzt. Tedesco musste kurzfristig umdisponieren, der Spielberichtsbogen wurde gut zwanzig Minuten vor dem Anpfiff noch einmal korrigiert.

Weltklasse-Parade kurz vor Schluss

„Das hat er sehr, sehr gut gemacht“, lobte Tedesco seine Nummer zwei nach dem Schlusspfiff trotz der Niederlage. An dieser trug der junge Keeper letztlich keine Schuld. „Die beiden Bälle waren kaum zu halten“, bekräftigte auch Abwehrchef Naldo. Der 36-Jährige hatte sich Nübel vor dem Anpfiff noch zu Seite genommen und dem gebürtigen Paderborner versprochen: „Keine Angst, es ist wie im Training.“

Lob von Tedesco und Naldo

Der Spruch von Naldo dürfte dazu beigetragen haben, dass bei Nübel tatsächlich keine Spur von Nervosität zu erkennen gewesen war. „Ich glaube, es gab bei ihm auch keine Nervosität“, meinte Tedesco. Nübel selbst war am Samstagabend nicht mehr zu sprechen. Der 22-Jährige, der 2015 vom SC Paderborn zunächst in die zweite Schalker Mannschaft in die Regionalliga gewechselt war, verließ die Arena von den Journalisten und der Schalker Medienabteilung unbemerkt.

Ob Nübel auch am Mittwoch in der Champions League im Auswärtsspiel bei Galatasaray Istanbul (21 Uhr/ bei uns im Liveticker) wieder zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch ungewiss. Fest steht nur, dass sich die Schalker auch im Falle einer schwereren Verletzung bei Ralf Fährmann zumindest auf dieser Position keine großen Sorgen machen müssen. Aber auf Schalke hat man hervorragende Keeper ja schon immer sozusagen auf Halde gehabt wie früher den Koks. Sorgen müssen sich die Schalker derzeit um ganz andere Dinge.

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