Wieder nicht im Kader

Darum steht Konoplyanka aktuell hinten an

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Yevhen Konoplyanka ist derzeit vom FC Sevilla an Schalke 04 ausgeliehen.

Gelsenkirchen - Yevhen Konoplyanka stand beim Remis von Schalke 04 gegen Saloniki nicht im Kader. Das aktuelle System passe nicht zu ihm, sagt Manager Christian Heidel. Ihm fehlt eine entscheidende Tugend.

Markus Weinzierl hatte angekündigt, im Rückspiel gegen PAOK Saloniki rotieren zu wollen. Yevhen Konoplyanka spielte in den Gedanken des Trainers von Schalke 04 offenbar keine Rolle. Wieder einmal. Der Ukrainer stand beim 1:1 gegen die Griechen, das den Königsblauen für den Einzug ins Achtelfinale der Europa League reichte, wie schon drei Tage zuvor in Köln gar nicht erst im Aufgebot.

Umso mehr dürfte noch einmal die Tatsache überraschen, dass Manager Christian Heidel am Sonntag verkündete, die Leihgabe des FC Sevilla fest verpflichten zu wollen. Obwohl es aktuell offenbar nicht einmal für den 18er-Kader bei den Schalkern reicht. Doch der Sportvorstand nimmt den 27-Jährigen in Schutz. „Als wir ihn ihm Sommer geholt haben, haben wir im 4-2-3-1 mit diesen typischen Außenpositionen gespielt“, führte Heidel aus: „Diese Positionen gibt es im aktuellen System nicht.“

Schwächen in der Defensive

Was Konoplyanka derzeit zum Verhängnis wird. Der Ukrainer hat seine Qualitäten in der Offensive. Weshalb er für die Außenpositionen in derzeit praktizierten Formation im Grunde gar nicht in Frage kommt. „Wenn er vielleicht eine Schwäche hat, dann ist es das Defensivverhalten, und da ist das eben gefragt“, sagte der Manager.

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An die Qualitäten des „Laufwunders“ (Heidel) Alessandro Schöpf kommt der Rechtsfuß daher bei Weitem nicht heran. Diese Defizite offenbarte er bereits öfter in seinen Einsätzen. Der Österreicher dagegen setzt seine Aufgaben auf dieser Position zur vollsten Zufriedenheit von Weinzierl um, ist offensiv aktiv – aber genauso schnell hinten zur Stelle, wenn es denn nötig ist.

Kein Platz im aktuellen System

Doch den Glauben an Konoplyanka haben sie noch nicht verloren. Der Manager der Königsblauen sieht den Ukrainer „im Sturm, hinter den Spitzen oder um die Spitze herum“, mit seinen Fähigkeiten am besten aufgehoben. „Kono hat so eine große fußballerische Qualität, das haben wir ja alle schon gesehen“, meinte Heidel.

Wann er diese wieder unter Beweis stellen kann, ist ungewiss. Bislang stand er in der Bundesliga 13 Mal für Schalke auf dem Platz – nur viermal davon in der Startelf. Dabei erzielte er einen Treffer und bereitete einen weiteren vor. Dazu kommt er auf zwei Einsätze im DFB-Pokal (drei Tore) sowie sieben Partien in der Europa League (zwei Tore, eine Vorlage).

Aktuell gibt es für Chefcoach Weinzierl keinen Grund, an seinem System etwas zu ändern. Die Truppe ist eingespielt. Ohne Konoplyanka. Der wird sich anpassen und umstellen müssen. Und vor allem gedulden. Sonst bleibt für ihn wohl weiterhin kein Platz im 18er-Aufgebot von Schalke 04.

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