Kam 2016 nach Deutschland

McKennie lebt auf Schalke den amerikanischen Traum - Seine Zukunft sieht er aber woanders

Weston McKennie lebt beim FC Schalke 04 den amerikanischen Traum. Mit S04 hat er noch großes vor. Langfristig sieht er sich jedoch außerhalb Deutschlands.

  • Weston McKennie kam 2016 aus der Dallas Academy zum FC Schalke 04.
  • Der Mittelfeldspieler lebt den amerikanischen Traum. Seine Zukunft sieht er außerhalb Deutschlands. 
  • Zuvor jedoch will McKennie mit Schalke einiges erreichen. Los geht es mit dem Revierderby gegen den BVB.

Hamm - Der amerikanische Traum besagt, dass jeder Mensch durch harte Arbeit und unabhängig von seinem derzeitigen Wohlstand in der Zukunft einen höheren Lebensstandard erreichen kann. Der Schalker Weston McKennie hat eben jenen zur Realität werden lassen.

Aktuell befindet sich der 21-jährige US-Amerikaner in Gelsenkirchen und arbeitet hart für den bevorstehenden Bundesliga-Neustart. Das langfristige Ziel hat McKennie allerdings bereits vor Augen - und das liegt außerhalb von Deutschland.

Gerade einmal rund 4000 Menschen leben in McKennies Heimatstadt Little Elm im US-Bundesstaat Texas. Fußball ist dort, wie in weiten Teilen des Landes, höchstens ein Randthema. "Ich wusste gar nicht, was Fußball für ein Sport war. Ich kannte nur Baseball, Basketball und Football. Das wars", verrät McKennie in einem Interview mit DAZN.

McKennie (Schalke 04): Amerikanischer Traum führt nach England 

Dementsprechend skurril war McKennies Auftreten bei seinem ersten Fußball-Probetraining. "Das habe ich in American-Football-Schuhen und einem Poloshirt gemacht", erinnert sich der Schalke-Profi. Aus den Schuhen wurde schnell angemessene Trainingsbekleidung, aus dem Poloshirt das Trikot der Fußball-Abteilung der Dallas Academy. Weil McKennie von Beginn an mit seinem Talent zu überzeugen wusste. Sogar über die Landesgrenze hinaus.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I’m here for a good time not a long time

Ein Beitrag geteilt von Weston McKennie (@west.mckennie) am

Der FC Schalke 04 klopfte bei ihm an und holte McKennie 2016 für die U19-Jugendmanschaft nach Deutschland. Viel Zeit zum Eingewöhnen benötigte McKennie nicht, schließlich lebte er zwischen seinem sechsten und neunten Lebensjahr bereits hier, weil sein Vater als US-Soldat und Kaiserslautern stationiert war. "Es fiel mir auch relativ leicht, die Sprache wieder zu lernen. Da hatte ich nicht so viel vergessen", sagt McKennie.

Schalke-Profi McKennie bereit für den Bundesliga-Neustart

Nur ein Jahr später, am 34. Spieltag der Saison 2016/17 war es dann so weit: Weston McKennie gab sein Profi-Debüt in der Bundesliga für Schalke 04. 13 Minuten lang stand er beim 1:1-Remis gegen den FC Ingolstadt auf dem Rasen. Viele weitere Einsätze sollten folgen.

Mittlerweile gehört McKennie neben Kollege Suat Serdar unter Schalkes Coach David Wagner zu den Leistungsträgern im Mittelfeld. Sein Vertrag besitzt eine Gültigkeit bis 2024 und wurde jüngst verlängert. Ob McKennie tatsächlich so lange in Gelsenkirchen bleibt, darf durchaus bezweifelt werden.

"Für mich ist das nächste Ziel England. Mein Traum war es immer, dort zu spielen", verrät McKennie. Eine Tendenz, wo es für ihn hingehen soll, hat er noch nicht. Ein Klub soll es werden, der "um Europa kämpft. Champions League oder Europa League", so McKennie.

Selbiges kann er auch mit dem FC Schalke 04 schaffen. Vorausgesetzt die Knappen halten den aktuellen Tabellenplatz sechs nach dem Bundesliga-Neustart. Ein Sieg zum Auftakt im Derby gegen Borussia Dortmund wäre da ein guter Anfang.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare