Supervisor in der Kritik

Video-Chef Krug bestreitet Vorwürfe: Keine Bevorteilung von Schalke

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Videobeweis-Boss Hellmut Krug wehrt sich gegen Vorwürfe, Schalke 04 bevorteilt zu haben.

Hellmut Krug, Leiter des Videobeweis-Projekt, soll zweimal zugunsten von Schalke 04 Entscheidungen beeinflusst haben. Krug bestreitet die Vorwürfe.

Frankfurt/Main - Videobeweis-Chef Hellmut Krug hat den Vorwurf der Bevorteilung des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 entschieden zurückgewiesen. Laut des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beharrt der Gelsenkirchener darauf, dass es den in der Bild am Sonntag geschilderten Vorfall nicht gegeben habe.

Konkret geht es um zwei Entscheidungen am 10. Spieltag während der Partie der Schalker gegen den VfL Wolfsburg (1:1/Der Ticker zum Nachlesen). Laut dem Sonntagsblatt habe Krug, der das Videobeweis-Projekt leitet, als Supervisor des Spiels den eigentlichen Video-Assistenten Marco Fritz zweimal bei Strafstoß-Entscheidungen zu Gunsten der Königsblauen überstimmt.

Krug: Supervisoren haben keinen Einfluss auf Video-Assistenten

Krug bestreitet das. "Wir sind als Supervisor nicht befugt, die Entscheidungen der Video-Assistenten zu beeinflussen oder sie gar zu überstimmen", sagte der 61-Jährige. Dennoch forderte Wolfsburgs Manager Olaf Rebbe Aufklärung: "Wir gehen davon aus, dass der Sachverhalt entsprechend geklärt wird."

Ohnehin befinden sich die Schiedsrichter und die Verantwortlichen mittlerweile nur noch in der Defensive - das zeigen auch die Äußerungen nach den umstrittenen Entscheidungen vom Wochenende. "Ich glaube, dass wir in Köln die falschen Leute sitzen haben", äußerte Augsburgs Sportchef Stefan Reuter bei Sky mit Blick auf den Video-Kontrollraum in Köln.

Vorwurf der schlechten Kommunikation

Nach dem Willen vieler Fans sollte das Kontrollzentrum ganz aufgelöst werden - so war es jedenfalls auf Transparenten in den Stadien zu lesen. Andere Kritiker wie der Ex-Funktionär Reiner Calmund und der frühere Schiedsrichter Peter Gagelmann werfen dem DFB schlechte Kommunikation vor. Genau das bemängelt auch der Gladbacher Sportdirektor Max Eberl: "Die Kommunikation nach außen ist das größte Problem."

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