Überzeugende Schalker feiern 3:0-Sieg bei Apoel Nikosia

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Sieg zum Europa-League-Auftakt: die Schalker Leroy Sane und Klaas-Jan Huntelaar.

Nikosia - Letztlich war es natürlich kein entspannter Urlaubs-Ausflug ans Mittelmeer gewesen, dennoch wird die Reisegesellschaft des FC Schalke 04 am Freitag in relativ beschwingter Stimmung von Zypern zurückkehren. Im ersten Gruppenspiel der Europa League gelang den Blauweißen ein verdienter und überzeugender 3:0 (2:0)-Erfolg über Apoel Nikosia. Für André Breitenreiter war es zudem ein erfolgreiches Debüt als Trainer auf internationaler Ebene.

Wie erwartet verzichtete Breitenreiter in der zypriotischen Hauptstadt auf den Einsatz von Benedikt Höwedes. Der Kapitän stand zwar im Kader, doch veränderte der Schalker Trainer die Innenverteidigung im Vergleich zur Partie gegen Mainz 05 nicht. Joel Matip und Roman Neustädter sollten das Abwehrzentrum dicht halten. „Wir haben das zuletzt recht ordentlich gemacht, es gibt keinen Grund, etwas zu ändern“, so Breitenreiter. Auch in Nikosia machten es die beiden Innenverteidiger mehr als ordentlich. Die einzige Änderung in der Startformation: Für den erkrankten Eric Maxim Choupo-Moting (grippaler Infekt) rutschte Leroy Sane in die Startformation.

Die Gastgeber, die über ein recht euphorisches Publikum verfügen, begannen hyperaktiv und setzten die Schalker in den ersten sieben Minuten extrem unter Druck – ohne sich jedoch dabei eine Torchance herauszuarbeiten. Einziges Resultat war eine recht beeindruckende Geräuschkulisse im GSP-Stadium.

Ein scharfer Schuss von Max Meyer aus gut 20 Metern, der krachend an der Latte endete, dimmte den Dezibelpegel bereits um einiges. Als dann auch noch Johannes Geis, der in der 13. Minute bereits Pech mit einem Lupfer aus der Distanz gehabt hatte, die Statik des Apoel-Tores mit einem weiteren gewaltigen Schuss aus 30 Metern prüfte, wurde es noch stiller im Rund. Die Schalker hatten zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über die Partie, lediglich die Chancen-Verwertung war bis dahin ein großer Mangel. Was eine weitere gute Torgelegenheit durch Max Meyer (26.), der am Apoel-Keeper Boy Waterman scheiterte, belegte.

So war es mal wieder ein Standard, der schließlich doch das gewünschte Erfolgserlebnis brachte. In der 28. Minute zirkelte der überragende Geis einen platzierten Freistoß in den Sechzehner, den Joel Matip per Hinterkopf zum 0:1 verwertete. Sieben Minuten später war es Klaas-Jan Huntelaar, der aus 30 Metern einfach mal abzog und mit seinem Aufsetzer Waterman zur Schalker 2:0-Führung überwand. Dank Ralf Fährmann, der zweimal glänzend gegen Tomas De Vincenti rettete (40. und 45.+1), gingen die Blauweißen mit diesem beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Im zweiten Durchgang flackerte nur noch kurz immer wieder mal ein wenig Widerstand bei den Gastgebern auf, denen gegen die gut gestaffelte Schalker Mannschaft aber keine zündenden Ideen einfielen. Nach einem Abseitstreffer von Leon Goretzka (63.) machte Huntelaar in der 71. Minute schließlich mit dem 3:0 den Deckel drauf. Die Zyprioten beendeten die Partie zu zehnt, nachdem De Vincenti wegen Beleidigung des Schiedsrichters die Rote Karte gesehen hatte (77.).

„Wir haben heute gut gespielt, und, was das Wichtigste ist: gewonnen“, sagte Huntelaar. „Wir wissen, dass wir weit kommen können, aber müssen Schritt für Schritt weitermachen.“

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