Schalke 04

Trotz Tor-Flaute: Wagner redet Burgstaller stark

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Schalkes Guido Burgstaller wartet noch auf sein erstes Bundesliga-Saisontor.

In Sachen Tore agierte Schalkes Guido Burgstaller zuletzt recht glücklos. Trainer David Wagner jedoch verteidigt seinen Stürmer vor dem Heimspiel gegen Mainz vehement.

Gelsenkirchen – Es hat eine Weile gedauert. Erst das siebte von mittlerweile acht Schalker Toren ging auf das Konto einer Angreifers. Nämlich auf das des Eigengewächses Ahmed Kutucu, den sein Trainer David Wagner beim 5:1-Sieg in Paderborn einmal mehr „nur“ für die Joker-Rolle vorgesehen hatte.

Zum Unverständnis vieler Anhänger. Denn während der 19-Jährige bislang bei all seinen Kurz-Einsätzen positiv auf sich aufmerksam machte, wächst bei den Fans allmählich die Kritik an Guido Burgstaller. So sehr der Österreicher auch ackert und als Mentalitätsmonster gilt: Seine Defizite in Technik und Abschluss werden genauso sichtbar. Vermutlich denkt Burgstaller auch zu sehr nach. Ein Kopfproblem also. In Paderborn ließ er einmal mehr eine Reihe von Möglichkeiten liegen, wartet somit noch immer auf sein erstes Bundesliga-Saisontor.

Dennoch: Der 30-Jährige ist gesetzt. Wagner sieht offenbar keinen Grund, Burgstaller im Heimspiel am Freitag gegen Mainz 05 (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie im Live-Stream) auf die Bank zu setzen und stärkt ihm demonstrativ den Rücken: „Für mich hat er ein gutes Spiel gemacht. Es wäre ein sehr gutes gewesen, wenn er getroffen hätte. Er war unheimlich laufstark – nicht nur in der Defensive. Er hat ganz gefährliche Räume erlaufen, war an vielen Torsituationen beteiligt, hat sauber Fußball gespielt. Der Rest ist Glück, das kannst du nicht beeinflussen.“

Wagner: "... dann werde ich zwei Takte mit ihm reden"

Deshalb hofft Schalkes Chefcoach, dass sich Burgstaller damit nicht groß beschäftigen wird. „Und wenn, werde ich zwei Takte mit ihm reden. Wenn er so weiterspielt wie bisher, bin ich damit zufrieden.“ Ohnehin wundert sich Wagner, was diese Diskussion solle, denn „er hat in den letzten zwei Spielen als Stürmer zwei Tore vorbereitet, dazu noch wahnsinnig gut verteidigt. Ob er den Ball über die Linie drückt oder dafür sorgt, dass der Nächste den Ball über die Linie drückt, ist mir eigentlich total wurscht.“

Wagner redet Burgstaller stark – wohl auch aus psychologischen Gründen, damit dieser nicht tatsächlich groß ins Grübeln kommt. Denn anders als etwa in der Defensive, sind die Alternativen in der Sturmspitze recht überschaubar. Besonders wirtschaftliche Möglichkeiten machten das Schalker Bestreben zunichte, in der Sommer-Transferperiode noch neue Angreifer zu verpflichten.

Uth nimmt Herausforderung an und gibt Versprechen ab

Zumal weitere Hoffnungen auch auf Mark Uth ruhen. Der 28-Jährige gab nach langer Zwangspause aufgrund einer Adduktorenverletzung in Paderborn sein Comeback bei den Profis. Naturgemäß lief noch längst nicht alles nach Plan. Dennoch hoffen die Königsblauen, dass Uth nach seinem schwierigen ersten Jahr auf Schalke sowie seinem langen Fehlen die offensive Verstärkung wird, die S04 gesucht hat.

Eine Herausforderung, die der frühere Hoffenheimer gerne annimmt. „Das ist ja ein positiver Druck, wenn sich alle freuen, dass ich wieder da bin“, sagt er und verspricht: „Ich bin dann der Stürmer, der ich in Hoffenheim war.“ Also zu der Zeit, in der er noch als erfolgreichster deutscher Stürmer galt.

Damit er dieses Niveau erreicht, benötigt er Spielpraxis. Daher dürfte Wagner auch kaum einen Grund sehen, seine Startelf für Mainz großartig umzubauen. Hier werfen wir einen Blick auf die voraussichtliche Aufstellung der Schalker gegen Mainz.

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