Gerüchte um Chefcoach-Posten

Wilmots als Nachfolger von Trainer Wagner auf Schalke? Es wäre ein Risiko

Marc Wilmots wird als möglicher Nachfolger von Trainer David Wagner auf Schalke gehandelt. Das Gerücht stammt aus Belgien. Wäre er wirklich eine gute Lösung für S04?

  • Rund um Schalke 04 wird weiter um einen möglichen Nachfolger von Trainer David Wagner spekuliert.
  • Belgischen Medien zufolge soll Marc Wilmots ein Kandidat sein.
  • Was ist dran an diesem Gerücht?
Gelsenkirchen - Eigentlich haben sie auf Schalke alles versucht, um gar nicht erst eine Diskussion über den Trainer aufkommen zu lassen. Sportvorstand Jochen Schneider (49) stellte sich öffentlich vor David Wagner (48). Er sprach dem in der Kritik stehenden Chefcoach der Königsblauen eine Jobgarantie aus. Sogar für die kommende Saison.

Name

Marc Wilmots

Geboren

22. Februar 1969 in Dongelberg (Belgien)

Ehefrau

Katrien Lambeets (verheiratet seit 1996)

Kinder

Reno Wilmots, Lena Wilmots, Marten Wilmots

Bisherige Trainerstationen

Iranische Nationalmannschaft, Ivorische Nationalmannschaft, Belgische Nationalmannschaft, VV St. Truiden, FC Schalke 04

Doch der Negativ-Lauf übertrumpft das Ganze. Zwölf Spiele in Folge ist Schalke 04 nun ohne Sieg, im Heimspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen droht sogar der Vereins-Negativrekord, der dann in den Geschichtsbüchern mit David Wagner in Verbindung gebracht werden würde.

Diverse Medien spekulieren, dass die Jobgarantie für Trainer David Wagner spätestens dann keinen Wert mehr habe, wenn er sportlich nicht die Kurve kriegt - auch wenn er immer wieder auf das anhaltende Verletzungspech verweist und - ja, sogar das meinte er - auf die Tatsache, dass er seit Wochen keinen Kader zur Verfügung habe, der gesund und konkurrenzfähig sei. Worte, die vor allem bei seinen Kritikern alles andere als gut ankommen.

Marc Wilmots neuer Trainer auf Schalke? Das Gerücht kommt aus Belgien

Über Nachfolger wird immer mal wieder spekuliert. Es fielen Namen wie Roger Schmidt, Ralph Hasenhüttl oder Ralf Rangnick, die allerdings bereits bei anderen Vereinen im Wort stehen beziehungsweise - wie im Fall von Hasenhüttl beim FC Southampton - ihren Vertrag gerade erst verlängerten.

Einer, der auch immer wieder mal genannt wird, weil er eine Schalker Vergangenheit hat: Marc Wilmots. Wie die belgische Tageszeitung Het Nieuwsblad berichtete, sei das einstige Schalker Kampfschwein einer der Kandidaten. Demnach sei es nur eine Frage der Zeit, bis Schalke einen Nachfolger für Wagner präsentiere.

Wilmots, der dem Bericht zufolge schon Gespräche mit den Schalker Verantwortlichen geführt haben soll, wäre den Fans auf dem ersten Blick sicherlich gut zu vermitteln - vor allen bei all den Diskussionen neben dem Fußballerischen wie der angestrebten Ausgliederung der Profi-Abteilung. Dass dieses Gerücht aber auch nur ansatzweise stimmt, muss bezweifelt werden. Aus mehreren Gründen.

Marc Wilmots war acht Spiele lang Trainer des FC Schalke 04.

Dass diese Spekulation aus Wilmots' Heimat Belgien kommt und nicht - wie auf Schalke nicht unüblich - von einem deutschen Medium, lässt vermuten, dass Wilmots selbst dieses Gerücht gestreut hat, um sich wieder ins Gespräch zu bringen. Auf Schalke oder bei einem anderen Verein.

Marc Wilmots neuer Trainer auf Schalke? Kein Erfolg als Vereinscoach

Darüber hinaus wäre Wilmots auch ein Risiko für Schalke. VV. St. Truiden war - neben der Interimsstation bei den Königsblauen - die einzige Vereinsmannschaft, die er betreute. Nach elf Spielen und einem Punkteschnitt von 0,82 war dort im Februar 2005 wieder Schluss. 

Seine erfolgreichste Zeit hatte Wilmots als Trainer der belgischen Nationalmannschaft, die er von 2012 bis 2016 trainierte. Danach coachte er die Elf der Elfenbeinküste, von Mai bis Dezember 2019 das Nationalteam des Iran. Seitdem ist er ohne Job.

Seine Trainer-Karriere begann der heute 51 Jahre alte Wilmots auf Schalke. Er übernahm am 26. März 2003 für den erfolglosen Frank Neubarth bis zum Saisonende, ehe er durch Jupp Heynckes ersetzt wurde. In seinen acht Spielen als Trainer von S04 kam er auf einen Punkteschnitt von 1,25.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Abedin Taherkenareh/EPA/dpa

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