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Schubert, Ulreich, Flekken, Steffen oder Kobel: Schalke sucht die neue Nummer eins

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Von: Marcel Guboff

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Auf Schalke läuft die Diskussion über den Torwart. Bleibt Markus Schubert die Nummer eins? Was ist mit Sven Ulreich, Zack Steffen und anderen Namen? Eine Übersicht.

Gelsenkirchen - Der Plan war eigentlich klar. Markus Schubert (21) sollte die Nummer eins auf Schalke werden. Weil der Sommer-Wechsel von Alexander Nübel (23) zum FC Bayern für viel Zündstoff unter den Fans sorgte, machte Trainer David Wagner (48) den U21-Nationaltorwart bereits in dieser Saison zum Stammkeeper.

VereinFC Schalke 04
TrainerDavid Wagner
StadionVeltins Arena
VorstandAlexander Jobst (Marketing/Kommunikation), Peter Peters (Finanzen), Jochen Schneider (Sport)

So weit die Theorie. In der Praxis zeigte sich allerdings: Schalke hat ein Torwart-Problem. Nübel ist bald weg*, und Schubert ist offenbar (noch) nicht so weit für die ganz große Bühne in der Bundesliga.

"In den letzten Spielen konnte Schubert der Mannschaft nicht helfen und die Sicherheit geben, die wir uns erhofft und erwartet haben", erklärte der in der Kritik stehende Trainer Wagner* seine Rolle rückwärts von Schubert zu Nübel vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen (0:1)* – und stellte Schubert damit als Sündenbock der Krise dar.

Daher deutet nun wohl alles darauf hin, dass Schalke nach einer neuen Nummer eins für die neue Saison fahndet – und nicht wie ursprünglich angedacht mit Schubert, Ralf Fährmann und Michael Langer als Torwart-Trio startet. Welche Kandidaten werden gehandelt?

Sven Ulreich (FC Bayern)

Der Transfer von Nübel könnte den 31-Jährigen zum Verlierer beim FC Bayern machen. Dass sich Sven Ulreich den Status als Nummer drei beim Rekordmeister antut, schloss er bereits aus. "Ich werde versuchen, einen neuen Verein zu finden", wird Ulreich von Sport1 zitiert: "Wenn sich aber nichts Passendes ergeben sollte, ist es möglich, dass ich meinen Vertrag in München erfülle."

Seither wird munter über einen Wechsel in der Bundesliga spekuliert – auch zu Schalke 04. Was für Familienmensch Ulreich (bei Bayern bis 2021 unter Vertrag, Marktwert 3,5 Millionen Euro) spricht: Er ist ein Teamplayer. Keiner, der für Unruhe sorgt. Und er bringt als Torwart ein mehr als grundsolides Komplettpaket mit: fußballerisch gut, stark auf der Linie, strahlt Ruhe aus und hat Erfahrung – auch wenn er in dieser Saison noch ohne Einsatzminute ist.

Sven  Ulreich nun auch Ersatz in Nationalmannschaft
Sven  Ulreichvom FC Bayern. © picture alliance/Soeren Stache/dpa

Ein Vorteil, dass Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider den Keeper aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart kennt? Eine Entscheidung über seine Zukunft hat Ulreich nach WA-Informationen noch nicht getroffen.

Zack Steffen (Fortuna Düsseldorf/Manchester City)

Schon länger wird der 25 Jahre alte US-Amerikaner mit Schalke in Verbindung gebracht. Aktuell ist Zack Steffen von Manchester City an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen.

Er zeigte ordentliche Einsätze, ist seit Beginn der Rückrunde jedoch wegen Patellasehnenproblemen und einer Innenbandverletzung außer Gefecht gesetzt. Für Schalke könnte sprechen, dass sich Steffen (Marktwert rund 6 Millionen Euro) bei ManCity wohl kaum gegen Stammtorwart Ederson durchsetzen wird.

US-Nationaltorwart Steffen nennt Trump «widerlichen Heuchler»
Zack Steffen ist derzeit von Manchester City an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. © picture alliance/Tim Rehbein/dpa

Seine Knieprobleme könnten die Königsblauen jedoch vor einem Transfer abschrecken.

Mark Flekken (SC Freiburg)

Der Ersatzkeeper der Breisgauer soll bei den Schalkern ebenfalls hohes Ansehen genießen. Der 26 Jahre alte Niederländer steht in Freiburg noch bis 2022 unter Vertrag, der Marktwert von Mark Flekken wird auf rund 950 000 Euro taxiert.

Auf Dauer wird er sich in Freiburg wohl nicht mit einem Platz auf der Bank hinter Alexander Schwolow begnügen.

Mark Flekken - SC Freiburg
Mark Flekken vom SC Freiburg. © picture alliance/Patrick Seeger/dpa

Gregor Kobel (VfB Stuttgart/Hoffenheim)

Aktuell ist der 22-Jährige von 1899 Hoffenheim an den Zweitligisten VfB Stuttgart ausgeliehen. Im Kraichgau (Vertrag bis 2021) hat er im Kampf um die Nummer eins gegen Oliver Baumann wohl keine Chance.

VfB Stuttgart - Hamburger SV
Gregor Kobel ist aktuell von 1899 Hoffenheim an den VfB Stuttgart aufsgeliehen. © picture alliance/Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Anders sieht es bei den Schwaben aus: Sollte der VfB den Aufstieg schaffen, wäre wohl auch ein fixer Transfer von Kobel (Ablösesumme rund fünf Millionen Euro) realisierbar. Falls nicht, würde Kobel eventuell einen Bundesligisten vorziehen.

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